SPD und Grüne in Fuldatal haben neue Koalitionsvereinbarung unterzeichnet

Bürger sollen mitentscheiden

Fuldatal. „Gemeinsam weiter Zukunft gestalten für Fuldatal“ lautet das Motto der Vereinbarung über die kommunalpolitische Zusammenarbeit zwischen SPD und Grünen in der Gemeinde Fuldatal. Durch das Kommunalwahlergebnis vom 27. März sehe man sich darin bestätigt, „auch in den kommenden fünf Jahren zum Wohle der Gemeinde Fuldatal vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung. SPD (15 Sitze) und Grüne (7) verfügen in der 37 Sitze zählenden Gemeindevertretung über eine deutliche Mehrheit.

Besonders wichtig sei den Koalitionären die Stärkung der Bürgerbeteiligung. So sollen vor Entscheidungen von großer wirtschaftlicher oder struktureller Tragweite die Fuldataler Einwohner eingebunden werden, um einen breiten Konsens in der Bevölkerung zu erzielen. Dies soll in aktiver Beteiligung wie Workshops, Bürgerversammlungen und Bürgerentscheiden erfolgen.

Einigkeit besteht zwischen SPD und Grünen darüber, dass „eine Reduzierung der Pro-Kopf-Verschuldung anzustreben ist und grundsätzlich eine Nettoneuverschuldung vermieden werden soll“. Investieren will man nur in nachhaltige, zukunftsfähige Bereiche.

Die Sanierung der Ortskerne anstelle von Ausweisungen weiterer Neubaugebiete soll im Vorgergrund stehen. Eine aktive Vermarktung von Baulücken zusammen mit den Eigentümern sei anzustreben. Für den Ortskern Ihringshausen soll eine zukunftsfähige und attraktive Gestaltung unter enger Beteiligung der Bürger mit einer offenen Planung erfolgen.

Zur Senkung von Betriebskosten sind Energieeinsparungen vorzunehmen, zum Beispiel in der Straßenbeleuchtung, der Gebäudebewirtschaftung und der Wasserversorgung, meinen die Koalitionäre. In gemeindlichen Gebäuden sei ein verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien vorzusehen. Der Strombezug der Gemeinde soll nach dem Willen von Rot-Grün zukünftig nur noch aus erneuerbaren Energien erfolgen.

Durch gezielte Fortbildung sollen Sachkompetenz und Verantwortungsbereitschaft der Bediensteten gestärkt und eine verbesserte Kundenorientierung unterstützt werden. Studien und Kostenschätzungen sollen so vorrangig in der Verwaltung und nur in sehr begründeten Ausnahmen extern erfolgen.

Die Koalitionspartner setzen sich für die Sicherstellung eines Hortangebotes in Fuldatal ein, hier seien gemeinsam akzeptierte Lösungen zwischen Gemeinde, Kreis und Schule anzustreben. (mic)

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