Bürger wollen bessere Sicht auf Ruine der Schauenburg

Ein dicht gewachsener grüner Gürtel umschließt den Burgberg. Das ärgert inzwischen immer mehr Bürger.

Schauenburg. „Von unten sieht man nur Bäume“, sagt Bertold Schmidt. „Gemeinsam mit der Breitenbacherin Friedel Lecke erklimmt der Bad Emstaler Naturfreund an diesem sonnigen Morgen die Schauenburg. Dass es oben auf dem markanten Hügel noch Mauerreste einer längst verfallen Burg gibt, lässt sich vom Parkplatz aus in der Tat noch nicht einmal erahnen.

1089 wurde „Scouwenborg“ nach geschichtlichen Erkenntnissen bereits urkundlich erwähnt. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts soll die Burg, die in 500 Metern Höhe und mit einem Durchmesser von 45 Metern auf einem steilen Basaltkegel liegt, schon nicht mehr bewohnbar gewesen sein.

Ob sie verfiel oder in Teilen abgerissen wurde, steht nicht fest. Ebenso sei unklar, wie das Anwesen genau aussah, erläutert Manfred Bollerhey, Vorsitzender des Geschichtsvereins. „Dazu müsste es Grabungen geben. Aber das wäre viel zu teuer.“

Die Bäume, die die Sicht auf die wenigen Mauerreste nehmen, seien von keiner großen Bedeutung, sagen Friedel Lecke und Bertold Schmidt. Sie regen an, Sichtschneisen zu schaffen. (sok)

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