Bürgerbüro Schauenburg

Bürgerbüro Schauenburg: 2000 Besucher suchten im Jahr 2012 Rat

Mit Freude bei der Arbeit: Gabriele Spichalsky schätzt ihr abwechslungsreiches Aufgabengebiet.

Schauenburg. Wer sich an- oder ummelden will, sein Zeugnis beglaubigen lassen möchte oder einen Reisepass braucht, ist im Bürgerbüro der Gemeinde Schauenburg richtig. Drei Mitarbeiterinnen kümmern sich dort das ganze Jahr hindurch um die kleinen und großen Anliegen der Bürger.

Und das nicht nur zu den allgemeinen Öffnungszeiten.Immerhin: 2000 Schauenburger betraten nach Angaben des Rathauses im vergangenen Jahr die Räume im Rathaus in Hoof.

„Das Bürgerbüro ist dazu da, dass Kunden schnell an einer Stelle ihre Informationen bekommen und Wege erledigen können, ohne durch das ganze Rathaus geschickt zu werden“, sagt Mitarbeiterin Gabriele Spichalsky. Michael Stasiewski will sich zum Beispiel in Schauenburg anmelden, da er vor Kurzem von Bebra in den Ortsteil Breitenbach gezogen ist. Schnell veranlasst Mitarbeiterin Franziska Bürger alles Nötige.

Die fünfzehnjährige Alicia Bau braucht für ein Praktikum im Kindergarten ein polizeiliches Führungszeugnis. „Da gibt es unterschiedliche“, erklärt Bürger. „Außerdem sollte das Zeugnis relativ neu sein, die meisten akzeptieren keines, was älter als drei Monate ist.“

Abgesehen vom normalen Alltagsgeschäft erleben die Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros auch ungewöhnliche Geschichten. „Einmal beantragte eine weit über 80-jährige Dame einen Reisepass, um nach China zu fliegen“, erzählt Verwaltungsfachangestellte Bürger. „Wir waren von der Art der Dame und ihrem Reiseziel fasziniert und haben uns gefreut, dass es auch ältere Menschen gibt, die ihr Leben noch in vollen Zügen genießen.“

Auch Tränen sind im Bürgerbüro schon geflossen. „Manche sind einfach froh, mal einen Ansprechpartner zu haben, und reden sich dann alles von der Seele“, so Bürger.

Das Bürgerbüro ist täglich geöffnet. Außer dienstags. Da ist das Rathaus grundsätzlich für Bürgeranfragen dicht. Das hatte Mitte 2011 hohe Wellen geschlagen. Es gab damals viel Kritik daran, dass die Verwaltung ihre Pforten für einen Tag in der Woche schloss. Grundsätzlich habe jeder die Möglichkeit, auch außerhalb der Öffnungzeiten seine Anliegen zu erledigen, erklärt Spichalsky. „Wir sind immer bemüht, flexibel zu sein und gerade Berufstätigen entgegenzukommen.“ Einen solchen Termin muss der Bürger allerdings telefonisch absprechen.

Durch spezielle Seminare, bei denen zum Beispiel die Kommunikation mit den Bürgern geschult wird, haben sich die Mitarbeiterinnen zu Bürgerberatern zertifiziert.

„Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, weil man mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hat,“ sagt Franziska Bürger. „Jeder Tag und jeder Mensch sind anders, das ist das Tolle an dem Job.“

Von Theresa Ziemann

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