Vellmar zu Beginn des Jahres 2013: Zentrale Projekte der Stadtentwicklung auf dem Prüfstand

Bürgerhaus als dicker Brocken

Vellmar. Der Jahreswechsel bietet immer auch die Gelegenheit, einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen. Wie der für die Wohnstadt Vellmar ausfällt, haben wir uns einmal angeschaut.

Welche Projekte sind eingetütet, was muss noch erledigt werden, wo hapert es bei der Infrastruktur? Das sind zentrale Fragen für Vellmars Zukunft.

Folgende größere Projekte sind auf dem Weg:

• Der Neubau des Bürgerhauses Obervellmar. Vier von 21 Bewerbern wurden von einer Kommission der Stadt Vellmar ausgesiebt und präsentierten ihre Lösungsvorschläge für den Neubau. Bis Ende Januar ist geplant, alle Architekturleistungen für das 4,3-Millionen-Projekt auszuschreiben. Mit dem Baustart rechnet die Stadt im Sommer dieses Jahres.

• Die Modernisierung der Bushaltestellen im Stadtgebiet. Im September fiel der Startschuss für die Umrüstung von 23 Haltestellen mit einem Gesamtvolumen von knapp 2,4 Millionen Euro. Sie werden behindertengerecht gestaltet und damit der Niederflurtechnik der Straßenbahn angepasst. Für den ersten Bauabschnitt hat das Land Hessen einen Zuschuss von 420.000 Euro bewilligt. Spätestens 2014 soll das Projekt abgeschlossen sein.

• Der Umbau der Musikschule Chroma. 550.000 Euro will der Förderverein über Zuschüsse, Darlehen, eigene Mittel und Spenden in den Umbau des Gebäudes an der Adalbert-Stifter-Straße investieren. Kernstück ist die komplette Neugestaltung des ersten Stocks mit den Probenräumen und der Verwaltung. Geplanter Baubeginn: Spätestens 2014, Abschluss ebenfalls 2014.

Folgende Projekte sind noch in der Anfangsphase:

• Die Sanierung der asbestbelasteten Kulturhalle Niedervellmar. Dafür stehen Planungskosten von 200.000 Euro zur Verfügung. Für die Kulturhalle wird diskutiert, sie in eine Art Mehrzweckhalle umzubauen, um dort auch den Sportunterricht der angrenzenden Grundschule integrieren zu können. In diesem Fall könnte sich der Landkreis als Schulträger an den Kosten beteiligen. Konkrete Beschlüsse gibt es noch nicht.

• Die Sanierung des Rathauses. Bis Mitte dieses Jahres soll ein Planungsbüro gefunden sein, um die Gesamtkosten zu ermitteln. 300.000 Euro an Planungskosten stehen bereit. Der Beginn ist frühestens für 2014 angedacht. Auf welche Weise die gesamte Sanierung finanziert werden soll, ist noch unklar. Folgende Projekte liegen vorerst auf Eis oder wurden noch nicht angegangen:

• Der Neubau des Parkdecks. Nachdem ein Statiker die Freigabe des Gebäudes bis Dezember dieses Jahres verlängert hat, soll nur das Notwendigste an dem Gebäude aus den 70er-Jahren repariert werden. Für den Neubau, für den reine Baukosten von 1,5 Millionen Euro veranschlagt waren, fehlt das Geld.

• Der Umbau der Einkaufspassage im Zentrum. Eingebettet in den Masterplan, mit dem Vellmar fit für die Zukunft gemacht werden soll, ist dieses Projekt jedoch in den Hintergrund gerückt. Der Privatinvestor steht zwar weiterhin bereit, dürfte aber erst einmal abwarten, wie sich das Umfeld - Stichwort moderner Rathausplatz - entwickelt.

• Die Ausweisung neuer städtischer Baugebiete. Bauplätze im Speckgürtel von Kassel sind zurzeit begehrt. Aber was städtischen Grund angeht, herrscht in der Wohnstadt Vellmar Fehlanzeige, Besserung ist noch nicht in Sicht.

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