350 Gäste

Bürgermeisterin bei der Neujahrsbegrüßung: Mehr Kooperationen mit Baunatal

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Gut gelaunt: 350 Gäste applaudierten im Elgerhaus der Musik des Heeresmusikkorps Kassel. Vorne in der ersten Reihe sitzen von links Bürgermeisterin Ursula Gimmler, Kreisbeigeordneter Wilfried Wehnes und Ehefrau Waltraud, Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon, Musikkorpsleiter Oberstleutnant Reinhard Kiauka und Oberst a.D. Jürgen Damm vom Kuratorium für Behinderte in Stadt und Landkreis. Für dieses wurden beim Empfang 759 Euro gesammelt.

Schauenburg. Weitere Kooperationen mit der Nachbarstadt Baunatal strebt die Gemeinde Schauenburg an. Und diese Zusammenarbeit - beispielsweise mit der nagelneuen Bücherei im Rathaus der VW-Stadt - könnte gleichzeitig ein Schritt zur Konsolidierung des eigenen Haushaltes sein.

Bürgermeisterin Ursula Gimmler hatte in ihrer Rede zur Musikalischen Neujahrsbegrüßung im Elgerhaus nicht nur gute Wünsche für die rund 350 Gäste mitgebracht. Sie lieferte gleichzeitig einige handfeste Ideen, wie das Rathaus das aktuelle Haushaltsloch zumindest teilweise ausgleichen könnte. Gimmler regte an, dass sich das Nutzungsverhalten der Schauenburger bei den Büchereien ändern könnte. Sprich: Die eigenen Ortsteilbüchereien werden aufgegeben.

Vielleicht gebe es die Möglichkeit, dass die Bürger die moderne Mediathek im Baunataler Rathaus mitnutzen, sagte sie. „Das Thema Kooperationen wird auf jeden Fall ein Schwerpunktthema im neuen Jahr sein, und wir werden mit den Kollegen aus Baunatal dazu in Kürze zusammensitzen.“ Hauptziel Schauenburger Politik für 2014 müsse sein, einen genehmigungsfähigen Haushalt auf die Beine zu stellen.

Rücken an Rücken: Trompeter Manfred Persch und Klarinettist Christian Schmidt sorgten mit ihren Ensembles traditionell für gute Unterhaltung.

Dass die Kommunen im Landkreis Kassel mit dem Ausgleich ihrer Haushalte zu kämpfen haben, das hörten die Besucher auch von Kreisbeigeordnetem Wilfried Wehnes. Zwei Drittel der 29 Städte und Gemeinden hätten 2013 einen defizitären Etat geplant gehabt, sagte er. Gegenüber privaten Unternehmen müsse man der öffentlichen Hand ein solches Handeln allerdings einräumen, warb der Vertreter des Landkreises für Verständnis. „Denn die Kommunen sind ausschließlich für die Bürger da.“

Zu diesen ernsten Themen boten die locker-leichten Klänge der Ensembles des Heeresmusikkorps Kassel eine gute Abwechslung. Vom Ohrwurm Popcorn, ehemals Synthesizer-Musik, jetzt arrangiert für das Klarinettenensemble, bis zur Melodie „Ich gehör nur mir“ aus dem Erfolgsmusical „Elisabeth“, einfühlsam präsentiert von den Blechbläsern, reichte das Programm.

Mit Freude verfolgten die Besucher die musikalische Reise durch allerhand Genres, mit besonderem Vergnügen im Publikum dabei auch Reinhard Kiauka, der oberste Chef der Kasseler Heeresmusiker, der im Sommer nach Berlin geht.

Zurück zur Politik: Einnahmen erwartet die Gemeinde zunehmend aus dem Gewerbegebiet Elgershausen. Zwei weitere Grundstücke seien verkauft, sagte die Bürgermeisterin. In den nächsten Tagen werde ein weiterer Kaufvertrag unterzeichnet.

Übrigens: Eine Kooperation mit Baunatal bei der Bücherei ist durchaus denkbar. Bürgermeister Manfred Schaub hatte jüngst beim Neujahrsempfang der Stadt ebenfalls die Zusammenarbeit mit den Schauenburgern hervorgehoben. Er sprach von fast einem Dutzend Kooperationen, denen weitere folgen könnten.

Von Sven Kühling

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