Firmenleitung hält sich bedeckt

Büro-Container in der Kritik: SMA-Mitarbeiter bemängeln Raumklima

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Unansehnlich: Die Büro-Container der Firma SMA an der Hannoverschen Straße in Sandershausen sind kein schöner Anblick. Mitarbeiter beklagten jetzt auch die schlechten Arbeitsbedingungen in den Räumen.

Niestetal. Wer durch die Ortsmitte von Sandershausen fährt, kommt an mehreren Riegeln von Büro-Containern der Firma SMA vorbei, die an der Hannoverschen Straße stehen. Die Rollos vor vielen Fenstern sind halb geschlossen, Rost macht sich an den Stahlwänden breit.

Kein schöner Anblick direkt an der Hauptstraße. Nun klagen Mitarbeiter auch über das schlechte Raumklima in diesen Büroräumen.

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Was soll mit den Büro-Containern geschehen, die einst als Provisorium errichtet wurden? Werden sie weiter gebraucht, oder sollen sie irgendwann abgebaut werden? Antworten darauf gibt es nicht. Die Firmenleitung der Niestetaler Solarfirma lehnte eine Stellungnahme ab. „SMA möchte sich dazu gegenüber der HNA nicht äußern“, teilte Unternehmenssprecherin Susanne Henkel auf Anfrage mit. Auch der Betriebsrat hüllte sich in Schweigen. Auf entsprechende Anfragen unserer Zeitung gab es keine Antwort.

Viele weitere Informationen zu SMA finden Sie in unserem Regiowiki.

Markante Schilder mit den Bezeichnungen C10, C11, C21 und C41 kennzeichnen die grauen Stahlbehälter. An ihnen fließen Rostnasen herunter. Und auch im Innern scheinen die Container nicht mehr allzu funktional zu sein. SMA-Mitarbeiter jedenfalls beklagen hinter vorgehaltener Hand den Zustand dieser Büroräume: Im Winter sei es darin zu kalt, im Sommer zu heiß, so lautet ihre Kritik. Vermisst werden auch geeignete Besprechungsräume. Um an Konferenzen teilzunehmen, müsse man lange Wege in andere Gebäude zurücklegen.

Die Container waren in den Boom-Zeiten der Niestetaler Solartechnikfirma aufgestellt worden, als in kurzer Zeit viel Büroraum geschaffen werden musste. Doch der Boom ist vorbei, SMA baut jetzt Arbeitsplätze ab. Bis Ende 2014 werden an den Standorten Kassel und Niestetal etwa 800 Mitarbeiter weniger arbeiten. Werden die Container dann trotzdem weiter benötigt? SMA gibt dazu keine Auskunft. Im Gegenteil: Nach Informationen der HNA wurden Mitarbeiter von der Geschäftsleitung gewarnt, Themen wie diese in der Öffentlichkeit zu erörtern.

Die Solarfirma hat in den vergangenen Jahren reichlich Büroraum neu geschaffen. An der Dresdener Straße in Kassel wurden dafür mehrere große Gebäude hochgezogen, auf dem Sandershäuser Berg und in Kassel-Waldau wurden riesige Hallen samt Bürotrakten errichtet. Im Januar kaufte SMA schließlich von der Gemeinde das Grundstück eines Autohauses an der Hannoverschen Straße. Auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche will SMA nach Abriss des alten Gebäudes neu bauen.

Gemeinde: Schöner gestalten

In der Gemeindeverwaltung ist man froh darüber. „Wir wollen einen schickeren Ortseingang“, sagte Bauamtsleiter Peter Wieder der HNA. In den nächsten Jahren wolle man dabei vorankommen, dass der Ortseingang „städtebaulich adäquat“ gestaltet werde. Dazu suche man die Kooperation mit den Eigentümern, sagte der Bauamtsleiter.

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