Baunatal-Mitte

Bund und Land übernehmen Kosten für A 49-Ausbau

Baunatal. Der Bund wird nun doch die Finanzierung für den Komplettausbau der Autobahnanschlussstelle Baunatal-Mitte an der A 49 übernehmen. Das hat das Bundesverkehrsministerium dem hiesigen SPD-Bundestagabgeordneten Ulrich Meßmer auf dessen Nachfrage mitgeteilt.

Das Land Hessen habe dem Bund die Notwendigkeit des Ausbaus dargelegt, heißt es in dem Schreiben von Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Jan Mücke an Meßmer. Vor diesem Hintergrund habe der Bund – insbesondere aus Verkehrssicherheitsgründen der vorbeiführenden Landesstraße – die Notwendigkeit einer zusätzlichen nordwestlichen Rampe anerkannt und damit der Übernahme der Kosten in die Gesamtfinanzierung zugestimmt, heißt es weiter.

Aktualisiert um 14.45 Uhr

Zuletzt hatte es Diskussionen um die Finanzierung gegeben. Dadurch waren die seit vielen Jahren laufenden Planungen erneut ins Stocken geraten. Der Bund hatte plötzlich eine Debatte darüber losgetreten, ob die Ausstattung des Knotens mit einem so genannten vierten Ohr von Bund und Land überhaupt so bezahlt werden müsse. Schließlich diene diese vierte Rampe mit Aus- und Abfahrten hauptsächlich der Zufahrt zu VW.

Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) befürchtete durch diese Vorgehensweise in Berlin, dass sich der dringend notwendige Ausbau weiterhin über Jahre verzögern werde. Schaub hatte sich ebenfalls in den vergangenen Jahren bei den übergeordneten Behörden für den Ausbau mit vier Ohren eingesetzt.

Im Zusammenhang mit der Zusage aus Berlin spricht der Bürgermeister nun von „einem erlösenden Satz“ . Damit werde den Bedenken in den Baunataler Stadtteilen Kirchbauna und Rengershausen zu gefährlichen Rückstaus im Bereich der Autobahn Rechnung getragen, sagt Schaub nun.

Der veraltete Verkehrsknoten wird indes immer stärker belastet. Volkswagen hat im Sommer erst in unmittelbarer Nähe sein Original-Teile-Center (OTC) erweitert und eine völlig neue Logistikstation für Lkw gebaut. Kosten zusammen: 80 Millionen Euro. Fast der gesamte Warentransport des zweitgrößten deutschen VW-Standortes mit 16.000 Mitarbeitern (inklusive 1700 Leiharbeitern) läuft über Baunatal-Mitte. Der Autobauer selbst rechnet über kurz oder lang mit Rückstaus von Lkw bis auf die Autobahn.

Die Pläne für den Umbau der Anschlussstelle waren dem steigenden Verkehrsaufkommen immer wieder angepasst worden. Einen Zeitplan für den Umbau gibt es bis heute nicht.

Von Sven Kühling

Rubriklistenbild: © Kühling

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