Berlin billigt neue A7-Anschlussstelle am Sandershäuser Berg

Niestetal. Der Bund hat den Weg für eine Anschlussstelle „Sandershäuser Berg“ an der A7 bei Niestetal freigemacht, lehnt aber eine Finanzierung ab. Neben der Gemeinde Niestetal sollen weitere an dem interkommunalen Gewerbegebiet zu beteiligende Kommunen wie Kassel, Baunatal und Lohfelden den Anschluss bezahlen.

Video: Sandershäuser Berg von oben

„Wir begrüßen die Entscheidung in Berlin, dafür haben wir vier Jahre gekämpft“, sagte Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) in einer ersten Stellungnahme.

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Man werde sich jetzt mit allen Beteiligten zusammensetzen, allen voran der Stadt Kassel und anderen interessierten Kommunen. Denn die Gemeinde Niestetal könne den Autobahnanschluss auf keinen Fall alleine verwirklichen.

Eine Planung für den Anschluss gibt es noch nicht. Fachleute schätzen die Kosten auf fünf Millionen Euro, frühestens im Jahr 2014 könnte der Anschluss fertig sein.

Laut Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) schließt das Bundesverkehrsministerium eine Kostenbeteiligung aus, weil die bestehende Anschlussstelle Kassel-Nord auf absehbare Zeit ausreichend sei. Posch sagte seine Unterstützung bei der Entwicklung eines Finanzierungsmodells zu. Eine finanzielle Beteiligung des Landes werde es aber nicht geben.

Fotos: Die Baustelle am Sandershäuser Berg

SMA-Neubau: Die Baustelle am Sandershäuser Berg

Kassels Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD) wollte sich gestern nicht zu einer möglichen Beteiligung äußern. „Dazu müssen wir erstmal die Fakten klären“, sagte er. Angesichts einer möglichen weitere Verschuldung der Stadt müssten die Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden.

Im Gewerbegebiet „Sandershäuser Berg“ errichtet die Solarfirma SMA zurzeit auf 25 Hektar eine neue Produktionshalle. Mit dem Autobahnanschluss könnte das Gewerbegebiet um weitere 55 Hektar vergrößert werden und auch andere Firmen aufnehmen.

Rubriklistenbild: © HNA

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