Sportsprecher Schaub: Irrweg von Kommunen

Bundes-SPD ist gegen Pferdesteuer

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Manfred Schaub

Baunatal/Berlin. Die Pferdesteuer sei kein sinnvolles Mittel, um kommunale Haushalte zu sanieren. Das sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub in seiner Funktion als sportpolitischer Sprecher der SPD auf Bundesebene.

In der Region hat Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis) die Abgabe eingeführt.

Finanzielle Bedrängnis lasse Kommunen kreativ werden. Bei der Suche nach Steuerquellen werde aber das eine oder andere Mal „über das Ziel hinaus geschossen“, formuliert Schaub in einer Pressemitteilung. Eine solche Fehlentwicklung sei die Pferdesteuer.

Überhaupt erstmals in Deutschland eine Sportart zu besteuern, halte die SPD „für einen Irrweg und nicht für verfassungskonform“. Gegen eine Abgabe spreche auch die Rolle des Pferdes bei therapeutischer Behandlung und Rehabilitation kranker und behinderter Menschen. Die Erfolge seien allgemein anerkannt.

Verantwortung und Fürsorge

Schaub verweist darauf, dass der Sport in 15 von 16 Landesverfassungen als geschütztes Gut verankert ist. Und das sei richtig, denn er vermittele jungen Menschen Verantwortungsbewusstsein – speziell im Pferdesport durch den Umgang mit den Tieren und die Fürsorge für diese. Außerdem leisteten die vielen Reitvereine, Reiterhöfe und -pensionen enorm wichtige Jugend- und Sozialarbeit,so lobt der SPD-Politiker. Seine Partei werde dieses vielerorts ehrenamtliche Engagement weiter unterstützen. (ing)

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