Bundestagswahl: Lehramtsstudentin Caroline Chantal Tönges tritt für die Grünen an

Sie möchte den Sprung nach Berlin schaffen: Bundestagskandidatin Caroline Chantal Tönges in ihrer Heimatstadt Bad Wildungen, in der sie ebenso wie im Kreistag politisch aktiv ist. Foto:  Schade

Baunatal/Schauenburg. Seit zwei Jahren ist sie für Bündnis 90/Die Grünen als Stadtverordnete in Bad Wildungen und als Mitglied im Waldeck-Frankenberger Kreistag kommunalpolitisch aktiv.

Nun stellt sich Caroline Chantal Tönges (27) einer weiteren besonderen Herausforderung: als Direktkandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 167 Waldeck.

Das Interesse an Politik wurde der jungen Frau quasi mit in die Wiege gelegt. „Unsere ganze Familie ist politisch interessiert, Vater war Stadtverordneter in Kassel“, sagt sie und erinnert sich gern an unzählige politische Diskussionen in ihrem Elternhaus. Das weckte auch ihr Interesse. Caroline Tönges: „Ich wollte mich einmischen.“

Tier- und Umweltschutz, das waren die Themen, die sie schon als Jugendliche bewegte. 2010, nach ihrem Wohnortwechsel nach Bad Wildungen, nahm sie Kontakt zum Ortsverband der Grünen auf – und fand dort ihre politische Heimat. Alles Weitere vollzog sich im atemberaubenden Tempo. 2011 zog sie nach der Kommunalwahl in Stadtparlament und Kreistag ein, seit Herbst 2011 ist sie Kreisvorsitzende der Grünen in Waldeck-Frankenberg. Ermuntert von den Kollegen im Kreistag und ihrem Spaß am politischen Gestalten („Ich gehe voll darin auf“), stellte sie sich schließlich im März dieses Jahres zur Wahl und wurde mit 92 Prozent zur Direktkandidatin für den Bundestag nominiert.

In ihrem sehr großen Wahlkreis konzentriert sich die zielstrebige junge Frau auf die Menschen, deren Sorgen, Probleme, Ideen und Ansichten. Das will sie aufgreifen und einbringen in die politische Arbeit in Berlin.

Mit ihrem Engagement möchte Caroline Tönges dazu beitragen, dass die schwarz-gelbe Koalition abgewählt wird. Die Abschaffung des Betreuungsgeldes („besser in den Ausbau von Kitas investieren“), Energiewende („die Koalition bremst den Ausbau erneuerbarer Energien“) oder natürlich auch die Verhinderung der umstrittenen Fördermethode Fracking („eine Absage an sauberes Trinkwasser“) nennt sie als wichtige Ziele. Persönlich legt sie einen weiteren Schwerpunkt auf die Frauenpolitik, der sie sich auch als Mitglied im Landesfrauenrat der Grünen verschrieben hat.

Sie steht auf Platz 13 der Landesliste. Ob das indes zum Einzug reicht, wird sich endgültig am 22. September zeigen.

Von Jörg Schade

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.