Kirchbauna

Busse unpünktlich: Kunden ärgern sich

Pünktlichkeit ist Glückssache: Der Bus der Linie 50 ist an der Haltestelle „Gemeindehaus“ in Kirchbauna mehrfach verspätet angekommen. Auch der Bus auf unserem Bild war an diesem Freitagmorgen nicht pünktlich. Foto: Dilling

Baunatal. Wer in Kirchbauna wohnt und nach Kassel zur Arbeit oder zur Schule muss, nimmt häufig den Bus der Linie 50. Doch da klemmt es seit geraumer Zeit.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember komme der Bus, der planmäßig um 7.10 Uhr abfahren soll, regelmäßig zu spät, sagt die Kirchbaunaerin Christiane Neudert.

Manchmal fünf Minuten, oft aber auch bis zu einer viertel Stunde. Sie habe dann Mühe, rechtzeitig zur Arbeit nach Kassel zu kommen, weil sie ihren Anschluss an der Dennhäuser Straße, dem Umstieg zur Straßenbahn, verpasse. Ihrer Tochter, die die Friedrich-List-Schule in Kassel besuche, gehe es ähnlich.

Neudert ist nicht die einzige, die sich von zu spät abfahrenden Bussen in Kirchbauna genervt fühlt. Die Linie 50, die um 6.10 Uhr in Kirchbauna am Gemeindehaus abfahren soll, sei vergangenen Montag sechs Minuten zu spät gekommen, berichtet Beatrix Wagner, die ebenfalls diesen Bus benutzt, um zur Arbeit nach Kassel zu kommen.

Auf ihrer Rückfahrt am Montagmittag habe sie gar vergeblich auf die 50 an der Dennhäuser Straße gewartet. Der hätte um 13.41 Uhr kommen sollen. Dadurch habe sie eine Stunde länger als normal nach Hause gebraucht. Eine Stichprobe am vergangenen Freitag bestätigte die Beschwerden der beiden Frauen: Der Bus 50 Richtung Kassel fuhr statt 7.10 Uhr erst um 7.16 Uhr in Kirchbauna (Gemeindehaus). Auch der Bus 63 in Richtung Baunatal fuhr dort genauso verspätet ab. Zwei Fahrgäste, die nicht genannt werden wollten, bestätigten, dass es ab und zu zu Verspätungen komme.

Sabine Herms, Sprecherin des nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), räumt ein, dass es auf der Linie 50 „immer mal wieder“ zu Verspätungen komme. Das sei dem „ziemlich heftigen Berufsverkehr“ geschuldet. Außerdem sei es zweimal im März wegen technischer Probleme der Busse zu Verspätungen gekommen. Man werde mit der Hessischen Landesbahn (HLB), die für den NVV auf dieser Strecke fährt, über Verbesserungen beim Fahrplan sprechen.

Im übrigen hätten Verspätungen nicht so große Folgen, weil auf der Frankfurter Straße die Straßenbahnen in kurzen Abständen Richtung Innenstadt führen. Mit diesem Argument ist Beatrix Wagner nicht zufrieden. „Wenn ich eine Bahn später fahre, stehe ich schon unter Strom.

Von Peter Dilling

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