Linie zwischen Staufenberg, Niestetal und Kassel

NVV und Kreis reagieren auf massive Fahrplan-Probleme

Stocksauer: Bernd Ziesse aus Sandershausen musste im Dezember an der Haltestelle Salzmannshausen lange warten, bis er einen Patz in einem Bus Richtung Kassel ergatterte. Archivfoto: Deppe

Niestetal / Kassel. Es waren chaotische Szenen, die sich nach dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember auf der von vielen Berufspendlern und Schülern genutzten Buslinie 33 zwischen Staufenberg und Kassel abspielten.

Zahlreiche Fahrgäste blieben in Dunkelheit und Kälte an den Haltestellen stehen, weil die Busse des Nordhessischen Verkehrs-Verbunds (NVV) überfüllt waren. Arbeitnehmer kamen zu spät ins Büro, Schüler verpassten den Unterricht.

Nach einem Proteststurm von Fahrgästen und Kommunalpolitikern sowie mehreren Berichten in der HNA reagieren NVV und Landkreis Kassel jetzt. Ab kommenden Montag - es ist der erste Schultag nach den Weihnachtsferien - wird ein zweiter Bus eingesetzt. Er fährt künftig von Staufenberg-Nienhagen zur Haltestelle Königsplatz / Mauerstraße in der Kasseler Innenstadt.

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Der zusätzliche Bus soll vor allem sicherstellen, dass die aus Staufenberg stammenden Schüler pünktlich zum Unterrichtsbeginn die Wilhelm-Leuschner-Schule in Heiligenrode erreichen. Zudem werden nach Auskunft von Kreissprecher Harald Kühlborn die Fahrzeiten der Linie 33 so verändert, „dass die Busse aus Staufenberg über Niestetal rechtzeitig in Kassel angekommen“. Bei dem zweiten Bus handelt es sich laut Kühlborn um einen Solobus mit 70 Sitz- und Stehplätzen. Dieser startet ab kommenden Montag um 6.55 Uhr an der Kirche in Nienhagen und fährt über Sichelnstein, Benterode und Uschlag zur Wilhelm-Leuschner-Schule, wo er um 7.15 Uhr eintreffen soll.

Der auch bislang schon eingesetzte Gelenkbus (120 Plätze) fährt künftig um 6.55 Uhr ab der Haltestelle Kaufunger Waldstraße in Escherode über Uschlag zur Gesamtschule in Heiligenrode und dann weiter zum Kasseler Hauptbahnhof. Vom Einsatz zweier Busse verspricht man sich beim Landkreis auch eine Entlastung der stark frequentierten Linie 32, die vom Staufenberger Ortsteil Landwehrhagen nach Niestetal führt. Gegenüber der HNA räumte Kreissprecher Kühlborn ein, dass es bei der Planung zu Fehleinschätzungen gekommen sei. Beim NVV hatte man sich Mitte der Woche noch optimistisch gezeigt, das Problem in den Griff zu bekommen.

„Die Lage hat sich entspannt“, sagte NVV-Sprecher Steffen Müller gegenüber der HNA. Nach dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember habe es viele Beschwerden aus Niestetal gegeben. Diesen sei man intensiv nachgegangen.

Bei einem Betreiberwechsel, wie er hier stattgefunden habe, gebe es fast immer Probleme.

Nach Schilderungen von HNA-Lesern spielten sich auf der Linie teilweise groteske Szenen ab. So hätten Busfahrer in mehreren Fällen Fahrgäste gefragt, wo sie langfahren müssten. 

Von Holger Schindler

Info: 

Der überarbeitete Fahrplan ist nach Angaben von Kreissprecher Kühlborn erst im Lauf der nächsten Woche auf www.nvv.de einsehbar.

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