Boulevard-Stück in Espenau: Amateurbühne probt Komödie „Boeing Boeing“

Ein Casanova in Nöten

Gute Miene zum bösen Spiel: Michaela Zeisberg als das Dienstmädchen Berthe mit Lutz Schweikert (links) und Frank Matscheko.

Espenau. Bernard ist ein Stewardessen-Casanova, der es einfach nicht lassen kann, seine Partnerinnen an der Nase herumzuführen. Um ihn dreht sich die Komödie „Boeing Boeing“ von Marc Camoletti, die die Amateurbühne Espenau zurzeit erarbeitet.

Jeden Tag wird geprobt auf der Bühne im Landgasthaus Sandrock in Hohenkirchen, auch wenn der Lieblingsfußballverein spielt. Denn am Samstag, 19. März, ist Premiere.

Der Dreiakter ist eine klassische Tür-auf-Tür-zu Komödie mit viel Bewegung. Darin koordiniert Lutz Schweikert in der Rolle des Bernard anhand des Flugplans die Treffen mit seinen drei Verlobten, die nichts voneinander wissen dürfen.

Er nutzt schamlos aus, dass sie als Flugbegleiterinnen nie lange bei ihm sein können. So kriegt er es hin, dass sich morgens Janet, gespielt von Tanja Kubiak, mittags Jacqueline, gespielt von Iris Heinemann und abends Judith, gespielt von Julia Wenzel, an seine Schulter kuschelt.

Doch lange geht das nicht gut, denn auf Flugpläne ist nicht immer Verlass. So überschneiden sich die Treffen mit seinen Verlobten und die Situation spitzt sich zu. Mit seinem Freund Robert (Frank Matscheko) muss er sich nun aus der brenzligen Lage befreien.

Das Stück zu erarbeiten, sei sehr zeitintensiv, sagen Frank Matscheko und Lutz Schweikert. So haben sie bereits im Sommer 2010 langsam angefangen, die Dialoge auswendig zu lernen. Natürlich in der Freizeit, denn das Schauspielern ist für die 15 aktiven Mitglieder des Vereins Amateurbühne Espenau ein Hobby.

„In den letzten beiden Wochen sehen wir die Familie hier öfter als die eigene zu Hause“, betonen die Amateurdarsteller. Das sei schon manchmal sehr stressig. Doch wenn dann die Premiere reibungslos über die Bühne geht, ist alles vergessen. „Vom Applaus lebt der Künstler“, sagt Lutz Schweikert.

Jeder kann Ideen einbringen

Offiziell führen Matscheko und Schweikert Regie, aber jeder kann seine Ideen einbringen. Das Stück wird gemeinsam erarbeitet. Bisheriger Höhepunkt der Theaterarbeit sei das Boulevard-Stück „Sextett“ gewesen, sagen Matscheko und Schweikert rückblickend. Die Gruppe habe vor 180 Zuschauern gespielt. „So etwas ist sehr befriedigend.“ Aber Schauspielerei als Beruf? Da winken beide ab. Die Bühnenkunst soll ein Hobby bleiben.

Von Sebastian Dilling

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