Beschluss der Stadtverordneten: Magistrat soll prüfen, ob sich Biogas für Mehrzweckhalle Frommershausen rentiert

CDU-Antrag: Mit Fernwärme Heizkosten sparen

Vellmar. Kann Vellmar Kosten sparen, wenn die Stadt künftig die Mehrzweckhalle Frommershausen mit Wärme aus einer Biogasanlage heizt? Diese Frage soll der Magistrat beantworten. Einstimmig forderten die Stadtverordneten die Verwaltung auf, eine entsprechende Kalkulation zu erstellen. Den entsprechenden Antrag hatte die CDU eingebracht. Die Fraktion hat dabei die Biogasanlage des Schweinemästers Frank Hördemann im Blick, die nahe Frommershausen auf Fuldataler Gebiet errichtet wurde. Es gebe Beispiele, dass private Betreiber mit der überschüssigen Wärme aus Biogasanlagen Heizkosten sparten. Das könne sich eventuell auch für Vellmar rechnen, sagte Dr. Burkard Müller von der CDU-Fraktion.

Die Grünen im Stadtparlament würden - abgesehen von der Frage der Wirtschaftlichkeit - nur unter bestimmten Bedingungen einem solchen Projekt zustimmen. Vellmar dürfe nur die jetzt schon vorhandene überschüssige Wärme der Biogasanlage nutzen, sagte Dr. Erich Fehr. Seine Fraktion sei gegen eine Ausweitung der Schweinemast und auch gegen zusätzliche Transporte von Bioabfällen zur Verwertung in dieser Anlage. Für die Versorgung der Halle gebe es die Möglichkeit, ein Blockheizkraftwerk zu errichten, das das Biogas aus Fuldatal verbrenne, oder eine Fernwärmeleitung zu legen. Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) ist wegen der Kosten skeptisch. Die Verlegung einer Leitung sei vermutlich erst bei einer Sanierung der Simmershäuser Straße wirtschaftlich vertretbar. (pdi)

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