Streit um Zukunft der Stromversorgung

CDU-Kritik: Chancen vertan

Baunatal. Der politische Streit um die Zukunft der Stromversorgung dauert an, speziell auch in Baunatal. Die hiesige CDU vermisst Transparenz und spricht von vertanen Chancen – Vorwürfe, die sich vor allem gegen Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz (SPD) richten. Sie gehörte zum Verhandlungsteam, als 24 Kommunen gemeinsam nach Lösungen für ihre Stromnetze suchten. Am Ende stimmten 16 Städte und Gemeinden einem gemeinsamen Versorgungswerk mit dem Energieversorger Eon Mitte zu.

CDU-Vorsitzender Andreas Mock spricht in einer Pressemitteilung von „Undurchsichtigkeit und Unklarheiten“. Er kritisiert unter anderem: •  Die Option eines Verkaufs der Eon-Mitte-Anteile hätte schon früh in die Verhandlungen einbezogen werden müssen, Anzeichen dafür habe es seit Langem gegeben. •  Engler-Kurz habe immer wieder darauf bestanden, dass die Kommunen innerhalb einer kurzen Frist dem geplanten Versorgungswerk beitreten müssten. Jetzt jedoch biete sie weiteren Städten und Gemeinden den Anschluss an. Da könne von Transparenz keine Rede sein, so Mock. •  Die SPD-geführte Stadt Baunatal habe Entscheidungen gegen eine eigene Stromversorgung getroffen, indem sie zum Beispiel einen von der CDU geforderten Modellversuch Bioenergiedorf Guntershausen abgelehnt habe. Hingegen demonstriere die Nachbargemeinde Körle eindrucksvoll, was möglich sei. •  Auch beim Blockheizkraftwerk für den Aqua-Park hätte die Stadt selbst in die Stromerzeugung einsteigen können, anstatt das Eon Mitte zu überlassen, meint die CDU. (ing)

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