iPad statt Akten: Niestetaler CDU will für 41 Gemeindevertreter Tablet-Computer

Niestetal. Die Aktentaschen der Niestetaler Gemeindevertreter platzen aus allen Nähten. Für die CDU ist das ein unhaltbarer Zustand. Die neunköpfige Fraktion will deswegen jetzt die Papierflut abschaffen - und zwar mithilfe des Tablet-Computers iPad der Firma Apple.

Mehrere Zentimeter dick sind die Stapel aus Beschlussvorlagen, Anträgen und Prüfberichten, die die 41 Abgeordneten und Mitglieder des Gemeindevorstands mit sich herumschleppen und in Parlaments- und Ausschusssitzungen vor sich auftürmen.

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Der komplette gemeindliche Schriftverkehr, das fordert die Fraktion in einem Antrag, soll künftig über die extrem flachen Tablet-Computer abgewickelt werden. Vor allem zwei Argumente führt Alexander Wendel, mit 23 Jahren jüngstes Mitglied der CDU-Fraktion, ins Feld: Durch den Einsatz der Tablet-PCs könnten Druckkosten von jährlich 25.000 Euro gespart werden. Außerdem leiste die Gemeinde mit dem Verzicht auf die Unmengen Papier einen Beitrag zum Umweltschutz.

Das iPad von Apple: Nach dem CDU-Vorstoß sollen die Niestetaler Gemeindevertreter in Zukunft papierlos arbeiten.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Niestetal über die papierlose Parlamentsarbeit diskutiert wird. Im vergangenen Jahr lehnte der Ältestenrat die Anschaffung der iPads aber noch mehrheitlich ab. Die CDU ist sich durchaus darüber im Klaren, dass der Weg weg vom Papier nicht bei allen Kommunalpolitikern auf Gegenliebe stößt. Die Einführung der iPads müsse daher von einer speziellen Schulung begleitet werden, fordert Student und Tablet-PC-Fan Wendel. Die Anschaffung von iPads sei keine „unnötige Luxusinvestition“. Fest steht indes: Einen Mengenrabatt wird es nicht geben. „Wir haben schon einmal bei Apple angefragt, da ist nichts zu machen“, weiß Niestetals Verwaltungssprecher Dennis Bachmann. (ket)

Mehr in der Zeitung: Was spricht für, was spricht gegen den iPad-Einsatz von Gemeindevertretern? Was für Erfahrungen hat der Göttinger Stadtrat gemacht? Dies und weitere Hintergründe lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der HNA.

Rubriklistenbild: © dpa

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