Kreisverband äußert sich positiv zu neuen Bündnissen

CDU im Landkreis: Viel Lob und wenig Tadel

Fuldabrück. Rundum zufrieden mit sich zeigte sich am Donnerstagabend die CDU-Kassel-Land bei ihrem Kreisparteitag in Fuldabrück. Und so proklamierte das Europaparlamentsmitglied Thomas Mann (Schwalbach am Taunus) vom Rednerpult beim Blick auf die Parteifreunde auch: „So sehen Sieger aus“.

Und tatsächlich: Die Delegierten waren guter Stimmung, und an dem einen oder anderen Tisch wurde fröhlich angestoßen auf die Regierungsbildungen im Bund und im Land.

Zustimmung für Bündnisse

Harald Starke

Sowohl die schwarz-rote Koalition in Berlin als auch das schwarz-grüne Bündnis in Wiesbaden stoßen an der Basis offenbar überwiegend auf Zustimmung.Der Schauenburger Fraktionsvorsitzende Harald Starke beispielsweise begrüßt das Bündnis mit den Grünen in Hessen: „Die Meinungen in der Schul- und Sozialpolitik liegen ohnehin nah beieinander und auch sonst sehe ich gute Ansätze bei den Grünen“. Er sei zuversichtlich, dass die Koalition erfolgreich arbeiten und auch in Nordhessen einiges bewegen werde.

In Hinblick auf den Ausbau der A 44 zwischen Kassel-Ost und Helsa-Ost zeigte er sich optimistisch: „Ich habe das Gefühl, dass es jetzt leichter ist, etwas zu bewegen“. Allerdings werde es kaum eine Lösung geben, die alle Bürger zufriedenstelle.

Für eine gute Zusammenarbeit der Großen Koalition im Bund sieht Starke ebenfalls die Voraussetzungen gegeben. „Die Frage ist jetzt, was man daraus macht“.

Anna-Lena Habel

Ähnlich äußerte sich auch Anna-Lena Habel (Wolfhagen).Die stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union Kassel-Land findet gut, dass bei der Regierungsbildung in Wiesbaden ein unkonventioneller Weg eingeschlagen wurde. Sie sei erleichtert gewesen, dass sich die Position der Grünen zum Flughafen Kassel-Calden geändert habe und der Weiterbetrieb im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei.

Ein bisschen verhaltener fällt Habels Urteil über die neue Bundesregierung aus: „Wir haben einen Wählerauftrag erhalten und müssen gucken, wie wir das umsetzen. Wir werden sehen, was dabei herauskommt“.

Marius Schmidt

Kritik gab es kaum. Einzig der mit 16 Jahren wohl jüngste Teilnehmer des Abends, der Kreisvorsitzende der Schüler Union Kassel Marius Schmidt, bemängelte die Rentenpolitik der Großen Koalition. Er ergriff als einer der wenigen in der politischen Aussprache das Wort und konstatierte, dass die ausbleibende Senkung der Beitragssätze der jungen Generation irgendwann auf die Füße fallen werde.

Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon aus Volkmarsen verteidigte die Entscheidung. Die Beitragssätze seien in der Vergangenheit schon höher gewesen und er sehe keine übermäßige Belastung.

Fazit des Abends: Von Bedenken kaum eine Spur. Es gab viel Lob und wenig Tadel. Offenbar stehen bei der Kreis-CDU alle Daumen hoch für die neuen Bündnisse im Bund und im Land.

Von Nicole Schippers

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