Landkreis Kassel will Unternehmen bei Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Co. unterstützen

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Aufgepasst: Unternehmen sollten genau festlegen, wie sich ihre Mitarbeiter im Auftrag der Firma in sozialen Medien bewegen. Archivfoto: dpa

Kreis Kassel. Twitter, Facebook, Xing, Wikis und Blogs – soziale Medien spielen in der Kommunikation von heute eine immer bedeutendere Rolle. „Auch für Unternehmen werden diese immer wichtiger.“

Das sagt Thomas Rudolff, Geschäftsführer für Kommunikation bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg.

Das Problem: Vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) fehlten häufig die Zeit und die erforderliche Qualifikation in Facebook und Twitter aktiv zu sein, so der Pressesprecher des Landkreises Kassel, Harald Kühlborn. Zusammen mit dem Projektpartner Bupnet GmbH in Göttingen will der Landkreis Betriebe dabei unterstützen, wenn sie zum Beispiel bei Facebook und Twitter einsteigen oder ihre Aktivitäten in diesem Bereich ausbauen wollen.

Der Landkreis und Bupnet sind Träger eines Qualifizierungsprojekts, welches mit den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Hessen gefördert wird.

Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben in der Region zu verbessern: „Die unterschiedlichen Formen von sozialen Medien können bei der Gewinnung von Fachkräften und der Vermarktung der Produkte oder des Dienstleistungsangebotes hilfreich sein“, sagt Kühlborn.

Ein Fragebogen soll dabei helfen, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Interessenten einzugehen und zugeschnittene Beratungen und Schulungsmodelle zu entwerfen.

Matthias Joseph von der Pressestelle der Handwerkskammer in Kassel hält es für sinnvoll, dass man Unternehmen über diese Medien informieren will. „Das sind neue Belastungen, die da auf die Betriebe zukommen“, sagt er. Das Interesse an diesem Thema sei innerhalb der Handwerksbranche vorhanden, bestätigt Joseph.

Fachleute, wie Thomas Rudolff von der Industrie- und Handelskammer, knüpfen den Erfolg des Projekts an bestimmte Bedingungen: „Wenn es ein reines Jubelprogramm ist, dann kann ich es nicht begrüßen“, sagt er. Entscheidend sei, dass sowohl die Vor- als auch die Nachteile vermittelt würden.

Zudem gehöre zu einer guten Beratung auch, dass man erst mal prüfe, ob Facebook und Twitter überhaupt in die Gesamtstrategie eines Unternehmens passen würden. Einem Bestattungsunternehmen würde Rudolff abraten, in sozialen Medien aktiv zu sein. In dieser Branche gehe es schließlich um Vertrauensschutz. Und noch etwas gebe es zu beachten: Die Einhaltung der gängigen Gesetze, wie Impressumspflichten und die Beachtung der Urheberrechte. „Bevor ich den ersten Schritt mache, muss ich mich fragen, bin ich auch rechtssicher unterwegs“, rät Rudolff.

Deshalb sei es wichtig, frühzeitig festzulegen, wie sich die Mitarbeiter im Auftrag ihres Unternehmens in Facebook, Twitter und Wikis bewegen.

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