Eis muss 13 bis 15 Zentimeter dick sein

Chancen für Vellmarer Eislauf-Meeting stehen nicht gut

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Familiäre Atmosphäre: Mit Kind und Kegel tummelten sich Vellmarer und viele auswärtige Gäste im vergangenen Jahr auf dem Eis im Ahnepark.

Vellmar. Denkt man an Frostperioden im Winter, fällt einem zu Vellmar immer sofort das große Eislauf-Meeting im Ahnepark auf dem Teich an der alten Hauptstraße ein. Das Großereignis richtet die Feuerwehr aus.

Ob es auch in diesem Jahr stattfinden kann, steht noch nicht fest.

Nur in wirklich strengen Wintern wird das Eislauf-Meeting ausgetragen. Denn das Eis muss dafür 13 bis 15 Zentimeter dick sein. Wer nach den kalten Nächten der vergangenen Tage schon auf die Fortsetzung in diesem Jahr hofft, dessen Enthusiasmus muss Vellmars Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller dämpfen: „Ich gehe zurzeit nicht davon aus, dass die notwendige Eisstärke erreicht wird.“ Seien doch wieder höhere Temperaturen vorausgesagt. Seien die Voraussetzungen jedoch gegeben, würde die Feuerwehr wieder bereitstehen, um das Meeting zu organisieren.

Aber mindestens zweieinhalb Wochen strenger Frost mit Minustemperaturen von fünf, sechs Grad am Tag und 10 bis 15 Grad in der Nacht sind laut Eidenmüller nötig, damit die Eisdecke trägt und die Stärke von 15 Zentimetern erreicht.

Diese Marke liegt zurzeit noch in weiter Ferne. Auf gerade mal knapp drei Zentimeter schätzt man bei der Stadt Vellmar die Stärke der noch viel zu weichen Eisdecke. Wird es ernst, dann rückt der Bauhof mit dem Bohrer an, um so exakte Erkenntnisse zu gewinnen.

Sollte es doch noch klappen mit dem Eislauf-Meeting, ist der Aufwand groß: 40 bis 50 Feuerwehrleute sind dann im Schichtdienst im Einsatz, und auch der Bauhof ist dabei, um die Eisfläche schneefrei zu bekommen, bevor die Schlittschuhläufer auf dem mit Fackeln erleuchteten Teich ihre Runden drehen. Dazu gibt es Glühweinbuden, Gegrilltes und Hochprozentiges.

Im Januar 2009 zum Beispiel wurde mit 5500 Besuchern die Rekordmarke geknackt, und auch im vergangenen Jahr zog es Tausende aufs Eis und an die Glühweinstände.

Von Stefan Wewetzer

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