Ford Speedster, Baujahr 1931: Karl Fernau ließ sich einmaligen Oldtimer aus alten Originalteilen anfertigen

Ford Speedster: Einmaliger Oldtimer aus alten Originalteilen

Stolzer Besitzer: Karl Fernau mit seinem Ford Speedster. Der Wagen basiert auf dem Original 1931 Ford A und wurde in Argentinien innerhalb eines Jahres aus alten Originalteilen zusammengebaut. Fotos: Koch

Fuldabrück. Karl „Charly“ Fernau hat ein neues Pferd im Stall: Der leidenschaftliche Oldtimer-Fan besitzt seit knapp zwei Wochen ein echtes Unikat, einen Ford Speedster, Baujahr 1931.

„Dieses Auto ist in Deutschland einmalig“, sagt der Geschäftsmann. „Es wurde in Argentinien innerhalb eines Jahres von einer Firma, die Autos restauriert, zusammengestellt, nach meinen Wünschen ausgestattet und dann mit dem Flugzeug nach Deutschland verfrachtet.“ Durch alte Originalteile wie Karosserie, Motor, Bremsen und Bereifung erhält der Speedster sein Erscheinungsbild aus den 40er-Jahren. Eine Persenning soll zum Schutz vor Regen noch angebracht werden.

Der Ford ist TÜV-geprüft, zugelassen und lässt sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h problemlos im Straßenverkehr fahren.

Das Schmuckstück zieren auf der Karosserie aus Vollaluminium das Firmenlogo Charly’s Floh – eine Abteilung der Charly’s Modetreff GmbH –, eine kleine Deutschlandfahne und die Zahl Eins.

Nostalgie pur: Ein goldfarben unterlegter Tachometer mit Zählern für die Gesamt- und Tageskilometer zeigt das Tempo an.

Fernau besitzt neben seinem Ford Speedster noch einen Ford A, Baujahr 1930, und einen Buick aus dem Jahr 1925. Seine Leidenschaft für Oldtimer hat der Modekaufmann vor 50 Jahren entdeckt, wobei er sich nur für Wagen interessiert, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden.

Über seine neueste Errungenschaft sagt der Besitzer mehrerer Modeläden: „Ich freue mich, dass ich diese Kostbarkeit besitze und Nordhessen so ein Prachstück präsentieren kann.“

Wenn der 82-Jährige damit durch die Straßen rollt, fällt nicht nur das Fahrzeug auf – auch er selbst ist eine eindrucksvolle Erscheinung, und seine Kleidung besonders.

Eine Rarität: Die Kühlerfigur glänzt in der Sonne. So etwas sieht man heute nur noch selten.

Der hochgewachsene Mann trägt eine Mütze, Handschuhe und Stiefel aus Leder, eine große Brille und einen langen Mantel, „alles aus damaliger Zeit“, wie er betont. Am Wochenende nehme er oft an Oldtimer-Rallyes teil. „Meine Wagen und ich sind dort immer gern gesehen“, sagt Fernau. Sehr wichtig für ihn sei auch, dass diese ungewöhnlichen Fahrzeuge für die Zukunft erhalten bleiben. „Damit das funktioniert, muss man sie auch fahren.“

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