Chor Mehrklang begeisterte bei Jubiläumskonzert vor 480 Zuhörern

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Die Hände zum Himmel: Der Chor Mehrklang bot bei allen Stücken auch etwas fürs Auge.

Baunatal. Normalerweise ist es eine Katastrophe, wenn man sich monatelang auf ein großes Jubiläumskonzert vorbereitet hat, und dann stiehlt einem jemand anders die Schau. Bei den Aktiven des Chors Mehrklang war das am Samstagabend anders.

Die erwachsenen Sänger stimmten in den jubelnden Applaus des Publikums ein, den die „Mehrklang Kids“, der Kinderchor des Großenritter Chors, für ihren Auftritt beim Konzert zum 150-jährigen Bestehen in der ausverkauften Baunataler Stadthalle ernteten.

Konzert? Das trifft die Sache eigentlich nicht so richtig. Der Abend im Rahmen des Baunataler Herbstpalasts war eher eine rundum gelungene Bühnen-Show mit einigen musikalischen Leckerbissen, wie die Soli der Sängerin Petra Eckhard, die vor allem beim gut gelungenen Eingangsstück „Laudate Dominum“ von Mozart glänzte, oder der temperamentvoll gesungene Song „Hit the road, Jack“, bei dem der Chor so richtig gut drauf war. Nicht zu vergessen auch der Auftritt von Farina Ladwig, die - unterstützt von den Mehrklang-Kids - mit glockenheller Stimme „Hey Jude“ von den Beatles sang. Dafür gab es Sonderapplaus und Gejohle aus dem Publikum. Die „Kids“ rührten dann die 480 Zuhörer mit der Lechtenbrink-Komposition „Und ganz doll mich“ zu Tränen.

Solo mit Kids: Farina Ladwig sang mit dem Kinderchor „Hey Jude“.

Eine „Ausleihe“ von der Theatergruppe des GSV Eintracht Baunatal, unter dessen Dach Mehrklang ebenfalls ist, sorgte für witzige Einlagen zwischen den Chorstücken. Erika Knauf als Mutter und Lisa Leimbeck als Tochter nahmen sich auf der Bühne gegenseitig auf den Arm, immer in den Kostümen, die zum nächsten Lied passten. Guy Kiewe, der Dirigent, sorgte diesmal vom Klavier aus dafür, dass der Chor nicht aus dem Takt kam. Die Instrumentalbegleitung, auch von Aktiven des Orchesters der Uni Kassel, sorgte für Klangfarben. Unterstützung bekam Mehrklang auch von seinen Sängerkollegen des Chors Concordia Eiterhagen und des Chors Crescendo Martinhagen.

Fazit: Um für den Chorgesang ein Publikum zu gewinnen, muss man nicht unbedingt die Spitzennote bei einem Wertungssingen des Mitteldeutschen Sängerbunds erringen. Es ist viel wichtiger, mit Ideen und einem spritzigen Auftritt den Zuhörern den Spaß am Gesang zu vermitteln. Mithilfe einer Vielzahl von Evergreens ist das Mehrklang voll gelungen. (pdi )

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