Bild aus der Weihnachtsgeschichte ist in der Marienbasilika Wilhelmshausen zu sehen

Christi Geburt aus Früchten

Geburt Christi: Die Szene aus der Weihnachtsgeschichte haben sechs Wilhelmshäuser Frauen mit einem Früchteteppich geschaffen, der in der Marienbasilika zu bewundern ist. Über die gelungene Gestaltung freuen sich Britta Fahrenbruch (von links), Anja Weinberger, Dhana Walitschek und Susanne Rund, die zusammen mit Ina Hoth und Christin Lutze (nicht auf dem Bild) das kleine Kunstwerk geschaffen haben. Foto: Hobein

Fuldatal. Einen Früchteteppich gibt es nicht nur in der Sargenzeller Kirche bei Hünfeld, sondern seit der Vorweihnachtszeit auch in der Marienbasilika in Wilhelmshausen. Ursprünglich als Beitrag für den Weihnachtsmarkt im Ort gedacht, so Initiatorin Susanne Rund, ist er jetzt in der Kirche zu sehen.

Das Kunstwerk aus 28 getrockneten Früchten, Getreide und Blüten wurde in von sechs Frauen der Tanzgruppe des Turn- und Sportvereins Wilhelmshausen geschaffen.

Das Bild, das auf einer festen Holzplatte in einer Größe von einem Meter mal 1,25 Meter entstanden ist, zeigt mit der Geburt Christi ein Motiv der Weihnachtsgeschichte. Dazu diente eine Bildvorlage, die sie in mehr als 80 Stunden in den Früchteteppich umwandelten. „Für uns lebt das Bild, es hat sich bewegt, als wir daran gearbeitet haben“, sagt Britta Fahrenbruch rückblickend.

Schließlich haben die Frauen, die die Konturen der einzelnen Menschen und Tiere auf der Holzplatte aufgeklebt hatten, mehrmals die aufgestreuten Früchte oder Körner gewechselt, weil farblich noch nicht alles stimmte. „Wir haben eine Geschichte dazu, der Betrachter sieht das fertige Bild“, sagt Anja Weinberger.

Informationen über das Früchtebild, das Vorlagebild und die verwendeten Früchte, Getreidearten und Blüten, werden zusammen mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium 2, Verse 1 bis 20 auf einer daneben aufgestellten Tafel gegeben.

So entstand originalgetreu die Geschichte von der Geburt Christi in Form des Früchteteppichs, der in der linken Nebenapsis des Chorraumes der Klosterkirche liegt und von den Kirchenbesuchern bewundert wird. So auch von der 72-jährigen Christa Weiland aus Kassel, die sich mit ihren zwei Töchtern Karin Heinze und Susanne Hanke und Enkelin Jasmin Hanke an dem Bild erfreuten. „Wir sind Fans der Marienbasilika“, sagt Christa Weiland.

Pfarrer Norbert Mecke sieht in dem Bild ein „Kunstwerk auf Zeit“, das wahrscheinlich Ende Januar wieder abgebaut wird. „Die Gemeinde staunt, freut sich und dankt’s den kreativen Frauen, die sich selbst von den frischen Temperaturen nicht abschrecken ließen, als die das Bild schufen“, sagt Mecke. Ob sie den Früchteteppich erhalten und wie dies geschehen soll, wissen die Frauen noch nicht.

Es wird schwierig sein die aufgestreuten Früchte und Blüten von der Lavendelblüte über Erbsen, roten Linsen und Pfeffer bis hin zu den Getreidekörnern von Gerste, Hafer und Weizen mit der Holzplatte dauerhaft zu lagern.

Für Susanne Rund ist ein jahrelanger Wunsch in Erfüllung gegangen. Inspiriert von dem Sargenzeller Früchteteppich wurde bereits vor sieben Jahren eine Konfirmationsurkunde geschaffen. Die Idee zu dem jetzt geschaffenen Früchteteppich ist seit dieser Zeit gewachsen und wurde jetzt umgesetzt.

Von Klaus Hobein

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