Cross-Dock und OTC: VW baut im Eiltempo

Arbeit im Eiltempo: VW baut eine neue Abfertigungsstation und erweitert das Original-Teile-Center (OTC).

Baunatal. 2800 Fertigteile aus Beton sind es insgesamt. 2200 stehen bereits. Pfeiler und Seitenwände setzten die vier großen Krähne wie Legosteine im Kinderzimmer zu riesigen Hallen zusammen. Geordnete Unordnung scheint auf der Baustelle oberhalb von Rengershausen zu herrschen.

Hier: Regiowiki-Eintrag zum VW-Werk

70 Millionen Euro investiert Volkswagen in den Bau einer neuen Abfertigungsstation für das im VW-Werk benötigte Material sowie die parallel laufende Erweiterung des Original-Teile-Centers (OTC). Gebaut wird mit hohem Tempo.

Täglich ändert sich das Bild auf dem Gelände. In Windeseile wachsen die riesigen Hallen mit einer Grundfläche von 90.000 Quadratmetern auf einer Gesamtareal von 138.000 Quadratmetern. Das entspricht einer Größe von 19,3 Fußballfeldern.

Packen an: Nico Wagner (links) und Andreas Wedekind von der Firma Metallbau Schilling bringen Lüftungsrohre an den richtigen Platz. Sie sind zwei von 220 Arbeitern insgesamt.

Selbst der Bauleiter ist beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der die 14 Meter hohen Hallen-Komplexe entstehen. „Am 9. September haben wir mit dem Hochbau begonnen“, sagt Boris Volavsek vom Planungsbüro RSE. Vier Monate seien jetzt vergangen, in dieser Zeit bekomme man normalerweise noch nicht einmal ein Einfamilienhaus fertig. „Schneller kann man das nicht machen“, sagt Volavsek mit einigem Stolz.

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Dem Vernehmen nach ist die Auftragslage im benachbarten Werk so gut, dass das neue Zentrum für die Werklogistik schnell fertig werden muss. Möglichst schon vor dem angepeilten Starttermin im Juni. Der Platz im Werk, der durch das veraltete Logistikkonzept mit zehlreichen Be- und Entladestationen verbraucht wird, soll für die Fertigung insbesondere von Getrieben genutzt werden, so ist es zu hören. Deshalb müssen die Firmen auf der Baustelle Vollgas geben.

23 Firmen mit bis zu 220 Mitarbeitern tummeln sich auf der Fläche. Die Station für die Werklogistik, die unter dem Namen Cross-Dock läuft, ist weitgehend fertig. Dort liefern künftig die von außen anrollenden Lastwagen den Großteil des im benachbarten VW-Werk benötigten Materials an. Die Produkte werden zwischengelagert und dann über ein computergesteuertes Verladesystem auf kleinere Lkw verteilt. Diese pendeln ständig zwischen Cross-Dock und Produktion hin und her.

Von Sven Kühling

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