Der Neujahrsempfang der Gemeinde Helsa stand ganz im Zeichen des Ehrenamtes

Dank allein reicht nicht

Stoßen auf das neue Jahr 2011 und das Ehrenamt in Helsa an: Gerd Meywirth (von links), Gitta Brede, Moderator Helmut Linge, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert, Bürgermeister Tilo Küthe, Hauptamtsleiter Jens Schmidt, Wickenrodes Pfarrerin Susanne Hüfken und Helsas neuer Pfarrer Matthias Friedrich. Foto: Kothe

Helsa. Das gerade begonnene Jahr ist von der Europäischen Union zum Jahr der freiwilligen Tätigkeit erklärt worden. Für Susanne Selbert, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, Grund genug, das Ehrenamt beim Neujahrsempfang der Gemeinde Helsa am Freitag in den Mittelpunkt zu rücken. Vertreter aller Vereine und Verbände der Großgemeinde trafen sich hierzu im Ortsteil Eschenstruth.

„Unsere Gemeinschaft lebt davon, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren, mit Dank alleine ist es dafür aber nicht getan“, sagte Selbert. Sie forderte von Land und Bund bessere Rahmenbedingungen. Der Landkreis bemühe sich trotz prekärer Haushaltslage. So müsse man bei einem Defizit von 46 Millionen Euro sparen, doch die freiwilligen Leistungen machten gerade 0,8 Prozent des Kreishaushaltes aus. „Setzen wir hier weiter den Rotstift an, veröden soziale Einrichtungen, und einige müssen sogar schließen.“ Ihre Botschaft, vor allem an die Sportvereine: „Sie dürfen weiterhin kostenfrei unsere Schulturnhallen nutzen.“

Dorfgemeinschaftshaus

Helsas Bürgermeister Tilo Küthe thematisierte die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Wickenrode. Hier werde man gleich drei Gebäude in einem zusammenfassen: Dorfgemeinschaftshaus, Jugendzentrum und Schützenhaus. Damit spare man erhebliche Unterhaltskosten. Der Ortsteil Helsa habe schon jetzt einen modernen Veranstaltungssaal im Gemeindezentrum bekommen, nun folge die neue Küche und würden die Toiletten modernisiert. Ein besonderes Dankeschön überbrachte Küthe Gerd Meywirth aus Wickenrode. Der trat kürzlich nach vielen engagierten Jahren als Vorsitzender der Vereine und Verbände des Ortsteiles zurück. Seiner Nachfolgerin Gitta Brede wünschte er eine glückliche Hand bei der Führung. Zugleich stellte Küthe den neuen Hauptamtsleiter Jens Schmidt vor und begrüßte die neuen Pfarrer aus Wickenrode und Helsa, Susanne Hüfken und Matthias Friedrich.

Der Rathauschef nutzte den Abend aber auch zur Vorstellung der Klärschlamm-Vererdung. Die 1998 errichtete Klärschlamm-Vererdungsanlage in Helsa sei nun erstmals geräumt worden und gegenüber dem herkömmlichen Verfahren zur Schlammbeseitigung habe die Gemeinde deutlich gespart. Küthe: „Das war eine sehr gute Investition, wir sparen nicht nur rund 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Methoden, wir schonen sogar die Umwelt.“ Denn zuvor habe man den Klärschlamm mit LKW abfahren müssen, in den zehn Jahren seien rund 13 000 Liter Diesel eingespart worden. (zko)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.