Europaweite Ausschreibung hat begonnen

Datenautobahn im Landkreis Kassel soll 2019 fertig sein

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Ein spezielles Rohrsystem für die Verlegung von Glasfaserkabeln: Hier ein Beispiel am Rande einer Fachtagung für die Breitbandversorgung in Norddeutschland.

Kreis Kassel. Schnelles Internet bedeutet für Haushalte und Firmen den Zugang zu moderner Kommunikation - weltweit. Bislang war im Landkreis Kassel häufig kein oder nur ein leistungsschwacher Anschluss möglich. Vielen Baunataler Ortsteilen steht mittlerweile schnelles oder sogar sehr schnelles Internet zur Verfügung.

Jetzt hat die EU-Kommission die Planungen für die Errichtung der nordhessischen „Datenautobahn“ geprüft und bewilligt. Auch die Freigabe durch die Landesregierung liegt vor, und der zweite große Ausschreibungsprozess für den Bau des regionalen Netzes hat begonnen.

Die Ausschreibung für den Bau der Leitungen erfolgt europaweit, teilt die Breitband Nordhessen GmbH mit. Das neue Kommunikations- und Glasfasernetz wird in den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Kassel, Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder-Kreis überall dort errichtet, wo noch kein anderer Anbieter für schnelles Internet gesorgt hat.

Die flächendeckende Versorgung in Nordhessen auf Glasfaserbasis wird bis zum Kabelverzweiger gewährleistet.

Damit müssen rund 1700 Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen werden und über 620 Ortsteile ausgebaut werden. Es werden bis zu 2500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Das entspricht einer Entfernung von Baunatal bis Málaga (Spanien). Sobald ein Generalunternehmer gefunden ist, wird gebaut.

Bis zum Ende des Jahres sollen die Verhandlungen in dem offiziellen Vergabeprozess abgeschlossen sein. Ziel ist es, Anfang des kommenden Jahres mit dem Ausbau zu starten. Vier Jahre sind für den Ausbau veranschlagt.

Seit 2011 gibt es durch die von ACO (Allgemeine Computerorganisation, Kassel) in Kooperation mit 27 nordhessischen Kommunen (77 Ortsteile) und dem Land Hessen aufgebaute Breitbandversorgung die technischen Möglichkeiten für diese moderne Kommunikation. In über 75 Prozent der ehemaligen weißen Flecken wird jetzt sogar ein sehr schnelles Internet angeboten.

Neben ACO bieten aber auch Unitymedia, die Telekom, O2, 1&1 und Vodafone eine entsprechende Versorgung an.

Überprüfen kann man das auf der jeweiligen Internetseite des Anbieters. Dort kann man auch seine Anschlüsse überprüfen lassen, über welche Geschwindigkeit man bereits verfügt und wie nachgerüstet werden kann.

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