Söhrewalder Parlament beschließt Gemeindehaushalt 2012

Defizit von 1,5 Mio. Euro

Söhrewald. Mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen hat die Söhrewalder Gemeindevertretung grünes Licht für den Haushaltsplan 2012 gegeben. Das Zahlenwerk umfasst Aufwendungen von 8,4 Millionen und Erträge von 6,9 Millionen Euro. Es weist eine Finanzierungslücke von 1,5 Millionen Euro auf.

FDP: Mehr einsparen

Der Fehlbetrag veranlasste die Liberalen in der Gemeindevertretung, den Haushaltsplan abzulehnen. Es seien nicht alle Sparpotentiale ausgeschöpft worden, sagte Jürgen Langhuth (FDP). Dabei erlebe man doch zurzeit einen wirtschaftlichen Boom. Es müsse auf den Prüfstand, ob sich die Gemeinde noch alle Bürgerhäuser und die drei Stützpunktfeuerwehren leisten könne. Auch sei es nicht einzusehen, warum die Vereine weiterhin die Sporteinrichtungen kostenlos nutzen sollen. Zumindest müssten sie sich an den Betriebskosten beteiligen, das gebe auch einen Anreiz zum Energiesparen, meinte der Liberale.

SPD: Infrastruktur erhalten

Die übrigen Fraktionen wiesen diese Kritik zurück. Man spare schon eisern, sagte Hans Staudte von der SPD. Man dürfe aber die Infrastruktur nicht kaputtsparen.

Michael Jacobshagen von den Grünen meinte, noch stärkere Einschnitte würden zur Abwanderung von Bürgern aus der Gemeinde führen. Die Dorfgemeinschaftshäuser seien kaum verkäuflich und die Feuerwehr benötige man vor Ort, damit sie im Ernstfall schnell eingreifen könne.

CDU: Personalkosten senken

Söhrewald müsse lebenswert für seine Bürger bleiben, zumal es schon jetzt Einwohner verliere, sagte Bernd Eberwein von der CDU. Der wirtschaftliche Aufschwung sei an der Gemeinde vorbeigegangen.

Die Verwaltung müsse allerdings die Personalkosten im Blick behalten. Die seien in drei Jahren um 15 Prozent gestiegen, sagte Eberwein. Auch sei die Vergabe von Aufträgen an externe Gutachter fragwürdig. (pdi) MELDUNG RECHTS

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