Post: Beschäftigte überschreiten maximale Arbeitszeit

Pastor schildert Probleme bei Zustellung: „Der Briefkasten bleibt samstags leer“

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Viel zu tun: Vor allem an Wochenenden gibt es eine Menge Arbeit für Zusteller der Post. Das Foto entstand in Hamburg.

Baunatal. Wenn Peter Krusemark seine Zeitungen und Zeitschriften zum Wochenende aus dem Briefkasten nehmen will, dann steht er oft mit leeren Händen da. So schildert der Großenritter jedenfalls ein Problem mit der Postzustellung am Samstag.

Seit etwa einem Jahr, betont Krusemark, bekomme er die per Post abonnierten Zeitungen erst am Dienstag nach 16.30 Uhr geliefert. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagt er. Schließlich brauche er die Produkte – beispielsweise ein Nachrichtenmagazin und eine Zeitung aus Nordrhein-Westfalen – auch beruflich. Krusemark ist Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Baunatal. Seine Postadresse an der Burgbergstraße in Großenritte ist gleichzeitig auch die Adresse des Gemeindebüros.

Die Zusteller seien überfordert, vermutet Peter Krusemark. „Irgendwie schaffen die das nicht.“ Der Baunataler legt allerdings bei dieser Feststellung großen Wert darauf, dass er nicht die Zusteller angreifen will, vielmehr sieht er ein Problem bei der Organisation der Zustellung durch das Unternehmen.

Angeblich nur ein Fall

Wartet oft vergeblich auf Zeitschriften: Pastor Peter Krusemark aus Großenritte.

Postsprecher Thomas Kutsch in Frankfurt berichtet auf Anfrage lediglich von einem Fall, bei dem es zu Verzögerungen bei der Zustellung in Großenritte gekommen sei. Das sei am vergangenen Samstag so gewesen, sagt Kutsch. In diesem Fall habe der Zusteller das Pensum während der maximalen Arbeitszeit nicht geschafft. „Dann musste er abbrechen.“ Auch in vergleichbaren Fällen gelte das Arbeitsschutzgesetz, so Kutsch. „Das respektieren wir.“

Und wie sieht die Lösung des Problems aus? Wenn es häufiger zu Beschwerden komme, dann setze sich das Unternehmen mit dem Mitarbeiter zusammen, erläutert der Sprecher. „Wenn jemand sagt, dass er es nicht schafft, dann wird nach einer Lösung gesucht.“

Grundsätzlich sei es einfach so, dass zu gewissen Stoßzeiten das Volumen an Post-Sendungen ansteige.

Von Sven Kühling

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