Kosten bleiben unter 20 Millionen Euro

Schulneubau in Kaufungen: IGS deutlich billiger als geplant

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Schmuckstück neue Aula: Mit dem großen Saal des IGS-Zentralgebäudes verfügt Kaufungen nach Fertigstellung des Bürgerhauses gleich über zwei topmoderne Veranstaltungsstätten. Unser Bild entstand beim gestrigen Festakt.

Kaufungen. Davon können die Verantwortlichen für den Berliner Flughafen und die Hamburger Elbphilharmonie nur träumen: Der Neubau der Integrierten Gesamtschule Kaufungen (IGS), deren Fertigstellung am Mittwoch mit einem großen Festakt in der Aula gefeiert wurde, wird sogar billiger als geplant.

Mit 21 Millionen Euro war die nagelneue Heimstatt von rund 1000 Schülern veranschlagt worden, jetzt soll sie deutlich unter 20 Millionen kosten.

Das wird die Politiker freuen. Bei Schulgemeinde und Schülern dagegen war gestern Nachmittag die Freude über ein rundum gelungenes Schulgebäude spürbar, das neuen pädagogischen Konzepten einer Teamschule für drei Jahrgangsstufen und der angestrebten echten Ganztagsschule ideale Möglichkeiten eröffnet: Viel Platz für Musik und Tanz in tageslichtdurchfluteten Räumen, eine topmoderne Aula mit prima Akustik, eine 300 Quadratmeter große Bücherei für Schule und Gemeinde und eine freundliche Mensa. All das findet in dem Zentralgebäude Platz. In den von Lehrern, Schülern und Eltern hoch gelobten Klassenräumen wird bereits seit einem Jahr unterrichtet.

Bilder der Eröffnung

Eröffnung der IGS in Kaufungen

Schwung und Spielfreude: Die Mädchen und Jungen der IGS Kaufungen sorgten mit viel Musik und Tanz für einen munteren Rahmen der Einweihungsfeier.

Mit einem fröhlichen Programm aus Musik und Tanz nahmen die engagiert auftretenden Schüler vor über 200 Gästen ihre neue Schule endgültig in Besitz. Ursula Fiedler, seit Kurzem auch offiziell Leiterin der IGS, brachte es auf den Punkt: „Was sehr lang währt, wird schließlich sehr gut“, spielte sie auf die schier endlose, mit Asbest- und der letztlich misslungenen PCB-Sanierung gut 20 Jahre dauernde Baugeschichte der Schule an, die gestern zu Ende ging. Landrat Uwe Schmidt (SPD) freute sich über diese Entscheidung. „Die Kinder sind unsere Bodenschätze, wir dürfen keines am Straßenrand stehen lassen.“ Die neue IGS, die auf dem Weg über eine öffentlich-private Partnerschaft errichtet werde, werde dazu beitragen.

Erhard Zammert, zehn Jahre Leiter der IGS und heute im Staatlichen Schulamt, lobte die Arbeit des Kaufunger Architekten-Ehepaares Joachim und Ute Döring, die „Pädagogik und Architektur“ aus einem Guss geliefert hätten. Elternsprecherin Gaby Batz erinnerte an den Schock, als 2007 die PCB-Belastung erkannt wurde. „Welch ein Glück im Unglück wir hatten“, sagte sie mit Blick auf die neue Schule.

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