Diakonie-Forum: „Behinderte in Arbeitsalltag integrieren“

Sprach bei der Baunataler Diakonie: Georg Ludwig Braun. Archivfoto: privat/nh

Baunatal. Nordhessen könne Vorreiter bei der Teilhabe behinderter Menschen im Arbeitsalltag werden. Das betonte Georg Ludwig Braun, Aufsichtsratvorsitzender von B. Braun Melsungen, laut einer Pressemitteilung beim Jahresforum der Baunataler Diakonie Kassel in Baunatal.

Dabei appellierte er an die Unternehmer mehr Eigeninitiative und soziale Verantwortung zu zeigen.

Die boomende Wirtschaftsregion Nordhessen biete auch neue Chancen für Menschen mit Behinderungen, die bisher vom normalen Arbeitsalltag der Betriebe ausgeschlossen seien, heißt es in der Pressemitteilung der BDKS. „Wir haben langfristig die Perspektive, dass wir Vorreiter auf dem Gebiet der sozialen Inklusion werden können“, sagte Braun laut der Mitteilung bei dem Forum vor 120 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kirchen und Sozialverbänden der Region.

Der Medizintechnikhersteller B. Braun ist ein wichtiger Partner und Auftraggeber für die Werkstätten der BDKS. Viele behinderte Menschen montieren für die Melsunger Teile für technische Geräte.

Ein weiteres Arbeitsfeld könnte sich laut Pressemitteilung im neuen Tagungszentrum von B. Braun im ehemaligen Kloster Haydau in Morschen eröffnen. Gespräche dazu liefen bereits.

Braun forderte die Unternehmen bei der Veranstaltung dazu auf, mehr Eigeninitiative zu zeigen und gesellschaftliche Konzepte zu entwickeln und noch stärker als bisher soziale Verantwortung für Menschen mit Handicaps zu übernehmen – abseits von kurzfristigem Gewinnstreben und im Geist wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.

Forderung angeschlossen

BDKS-Vorstandvorsitzender Pfarrer Joachim Bertelmann schloss sich laut Mitteilung dem Appell von Braun an. Die BDKS habe sich das Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren 100 behinderte Menschen aus den We4rkstätten in die freie Wirtschaft zu vermitteln. „Wir wollen ganz normale Arbeitsplätze bei Ihnen schaffen“, rief er den Unternehmern zu. (sok)

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