Wohnheim für Behinderte entsteht am Brauplatz in Oberkaufungen – Tegut plant Laden im Erdgeschoss

Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) will dieses Jahr bauen

Bald tut sich was im Zentrum von Oberkaufungen: Die Gebäude der Fleischerei Reichel werden im Frühjahr abgerissen, danach beginnt der Bau des Wohnheims für Behinderte. Der Brauplatz (im Vordergrund) wurde bereits neu gestaltet. Foto:  Stier / Bearbeitung: Jordan/HNA

Kaufungen. Die Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Wohnheims für Behinderte in Oberkaufungen beginnen. Das erklärte BDKS-Vorstandsmitglied Michael Conzelmann auf HNA-Anfrage.

Derzeit liefen mit der Gemeinde noch Gespräche über die Überlassung des Grundstücks am Brauplatz. Wie berichtet, will die Kommune der Diskonieeinrichtung das Areal im Ortszentrum auf der Grundlage eines Erbbaupachtvertrags überlassen. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde das Gelände der früheren Fleischerei Reichel gekauft.

Nach Auskunft von Bürgermeister Arnim Roß (SPD) werden nach Ostern die Bagger anrollen, um die Gebäude, darunter das frühere Wohnhaus der Familie Reichel, abzureißen. Die Familie Reichel hat inzwischen ein neues Domizil an der Leipziger Straße gefunden, das Wohnhaus am Brauplatz steht leer. Bei der Baunataler Diakonie Kassel feilt man derzeit noch an den Plänen für das Wohnheim.

Entwürfe für das Gebäude lägen bereits vor, erklärte das kaufmännische Vorstandsmitglied Conzelmann. Eine Entscheidung darüber, wie das Wohnheim genau aussehen wird, gibt es allerdings noch nicht. In dem Haus sollen einmal bis zu 18 Menschen mit Behinderungen wohnen. Vorgesehen sei, ein zweistöckiges Bauwerk zu errichten. Die Kosten beziffert Conzelmann mit 3,2 Millionen Euro.

Arnim Roß

Mit dem Wohnheim soll in Oberkaufungen auch eine neue Einkaufsmöglichkeit entstehen. Die Handelskette Tegut will im Erdgeschoss ein „Lädchen für Alles“ eröffnen, erklärte Unternehmenssprecherin Stella Kircher am Montag auf HNA-Anfrage. Seitens der Vertragspartner Gemeinde und BDKS lägen dem Unternehmen Absichtserklärungen vor. Es wäre der dritte Laden mit einem rund 3000 Artikel umfassenden Sortiment, den Tegut und die Baunataler Diakonie Kassel gemeinsam verwirklichen. Dort sollen Bewohner des Behindertenheims Arbeit finden. Bislang gibt es Läden in Oberweser-Gieselwerder und in Körle.

2013 hatte die Gemeinde den Brauplatz neu gestalten lassen. Für 110 000 Euro wurde die Fläche, die früher teilweise zur Fleischerei Reichel gehörte, neu gestaltet. Das Areal soll künftig als Dorfplatz dienen. Dort sollen nach der Vorstellung von Bürgermeister Roß auch Veranstaltungen stattfinden. Eine offizielle Eröffnung wird es allerdings nicht geben. „Wir nehmen den Platz mit der ersten Veranstaltung in Betrieb nehmen.“

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