Besichtigung der Baustelle

„Die Polizei gehört in die Stadt“: Ein Revier für 100 Beamte in Baunatal

Freiflächenplan: Klaus und Karin Halwas wohnen ganz in der Nähe des neuen Polizeireviers. Die im Außenbereich des Gebäudes vorgesehenen Anpflanzungen stießen deshalb auf ihr besonderes Interesse. Fotos: Wohlgehagen

Baunatal. Das ist rekordverdächtig: Erst seit elf Monaten wird an dem Polizeirevier Süd-West in der Innenstadt Baunatals gebaut, schon im Februar soll das 5,5 Millionen teure Gebäude in der Friedrich-Ebert-Allee fertiggestellt werden.

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Das bestätigten Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) und OFB-Projektleiter Jörg Schal am Samstag während einer öffentlichen Baustellenbesichtigung. Auch der Leiter des Polizeireviers Henning Hinn, Architekt Lothar Bulle (Büro AMB Kassel) und Bauamtsleiter Uwe Schenk waren mit vor Ort. „Die Polizei gehört in die Stadt, wo sich die Bevölkerung aufhält“, sagte der Verwaltungschef vor mehr als vierzig interessierten Bürgern. Der Neubau des Polizeireviers, den die Stadt für das Land Hessen errichte, die Musikschule und das im Bau befindliche Kino leisten einen wichtigen Beitrag, die Stadt attraktiv zu halten, sagte Schaub.

Das schnell aus dem Boden gewachsene, insgesamt 5, 5 Millionen teure Polizeigebäude wird sich in der Innenstadt modern präsentieren: In Teilbereiche der gläsernen Fassade des mehrgeschossigen neuen Reviers sollen Solar-Module eingefügt werden, die anderen Fassaden werden weiß.

„Hier entsteht ein hoch wärmegedämmtes Gebäude“, in dem sicherheitsrelevante Aspekte und die Kommunikation eine wichtige Rolle einnehmen, sagte Bulle. Das Gebäude sei rundum und auf dem Dach gesichert. Ein Aufzug verbinde alle Ebenen. Der Architekt erläuterte den Weg von der Sicherheitsschleuse am Haupteingang in den an 24 Stunden besetzten Wachbereich, von dem aus alle Abläufe gesteuert werden. Einlass gebe es hier nur auf Knopfdruck, die Fenster werden mit schusshemmenden Scheiben versehen, sagte Bulle.

Der Zugang zu den Zellen im sogenannten Gewahrsamsbereich blieb den Besuchern aus Sicherheitsgründen versperrt. Aber der Weg in die Büro- und Geschäftsräume oder die Sozialräume in den beiden oberen Geschossen war frei: Dort stellte der Planer den teilbaren Konferenzbereich, die Umkleiden und Duschen sowie die Ruhe- und Fitnessräume vor. Die Bürger erfuhren auch, dass dem Revier bei Einsätzen eine separate Alarmausfahrt zur Verfügung stehen werde.

Teilnehmer an der Baustellenbesichtigung waren beeindruckt: Sie habe sich das Polizeirevier so nicht vorgestellt, das sei „ganz toll“ geworden, sagte Ursula Lorenz (78). Besucher Dieter Bartholmei (71) war besonders von der Planung im Inneren, den hellen Räumen und vom Sicherheitskonzept angetan.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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