Fit für den Dienst: Polizeikommissaranwärter erhielten Ernennungsurkunden

Stellvertretend für alle Polizeikommissaranwärter: Tomasz C. (der Nachname wurde aus Sicherheitsgründen abgekürzt) freut sich über seine Ernennungsurkunde. Drei Jahre dauerte das Studium bei der Polizei. Foto: Bassing

Lohfelden. Strahlend hält Tomasz C. (der Nachname wurde aus Sicherheitsgründen abgekürzt) seine Ernennungsurkunde in der Hand. So wie er bekamen am Freitag 81 weitere Polizeikommissaranwärter ihre Diplome als Diplomverwaltungswirte und die Ernennungsurkunden zum Polizeikommissar im Bürgerhaus in Lohfelden.

An der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kassel hatten sie ein dreijähriges Studium absolviert und wurden auf ihre Arbeit als Polizisten vorbereitet.

Allen Diplomanden war die Erleichterung bei der Zeugnisübergabe anzusehen. „Die letzte Zeit war extrem stressig“, erzählt Tomasz C. Das Lernen für die Abschlussprüfungen hätte viele Nerven gekostet. Fünf schriftliche und eine fünfstündige mündliche Prüfung hatten die Polizeikommissaranwärter zu absolvieren.

„Ich kann mich noch so gut an unseren ersten Tag erinnern“, erzählt der 23-Jährige. Nach dem Abitur kam er von Münster nach Kassel. „Für mich war alles ganz neu“, sagt er. Doch so wie ihm ging es auch vielen anderen Polizeikommissaranwärtern. Aus ganz Deutschland, darunter etwa Rostock, Kempten und Leipzig, kamen seine Studienkollegen nach Kassel.

„Ein Höhepunkt zu Studiumsbeginn war sicher, als wir unsere Uniformen bekommen haben“, erzählt er. Selbst ohne die Schulterklappen hätten sie schon das Hemd getragen. „Aber jetzt ist das ja normal“, sagt Tomasz C. und schmunzelt.

Besonders gern erinnern sich die jetzigen Polizeikommissare an die praktischen Teile des Studiums. „Im Streifenwagen mitzufahren oder den ersten Verkehrsunfall aufzunehmen, war schon etwas Besonderes“, erzählt Tomasz. Das Studium war in theoretische Semester an der Hochschule und in praktische Semester bei der Bereitschaftspolizei sowie im Einzeldienst bei den Dienststellen aufgeteilt.

In diesem Bereich wird Tomasz C. auch künftig arbeiten. „Für mich wird es nach Südhessen, nach Groß-Gerau, gehen“, sagt er. Seine Freundin, die er in Kassel kennengelernt hat, möchte ihn dorthin begleiten.

Hintergrund:

Die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV) bildet angehende Beamte des gehobenen Polizeivollzugsdienstes im Rahmen eines dreijährigen Studiums unter anderem am Standort Kassel aus.

Voraussetzung für das Studium ist die Fachhochschulreife. Zu den Studienfächern der jungen Männer und Frauen gehören neben Polizei- und Kriminalwissenschaften auch Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Einsatztraining und Sport.

Am Hochschulstandort Kassel würden pro Studiengang etwa 80 bis 100 Polizeianwärter im Alter von 20 bis 30 Jahren das Studium beginnen, berichtet Udo Blaumann von der HfPV Kassel.

Von Jessica Bassing

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