Platz am Stadion weniger genutzt als 2010: Mieses Sommerwetter vermutlich schuld

Diesmal 519 Wohnmobile

Station gemacht: Dario (von links), Paul und Jacqueline Inglin aus der Schweiz gehörten 2011 mit ihrem Wohnmobil zu den Nutzern des Stellplatzes am Baunataler Parkstadion. Archivfoto: Kühling

Baunatal. 519 Tagestickets wurden 2011 am Automaten auf dem Wohnmobilstellplatz am Baunataler Parkstadion gezogen. Das sind zwar weniger als im Jahr zuvor (559), aber erheblich mehr als in den ersten beiden Jahren, seit es die Station gibt. Sie besteht mittlerweile aus 16 Stellflächen mit Hecken drumherum.

Die Einnahmen aus den Tagestickets, die 5 Euro kosten, stiegen seit 2008 von 1030 auf 2580 Euro pro Jahr. Im Rathaus rechnet man jedoch anders. Es sei davon auszugehen, dass eine Wohnmobilbesatzung zwischen 10 und 30 Euro pro Tag in der Stadt lässt – für Einkäufe, Kraftstoff, Badbesuch und ähnliches. Somit sei der Platz auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor, sagt Pressesprecher Roger Lutzi.

Den leichten Rückgang führt man im Rathaus auf den schlechten Sommer 2011 zurück. Regen und kühle Temperaturen hätten vermutlich den Elan der Wohnmobilfahrer gebremst.

Generell beobachte man, sagt Lutzi, dass viele Nutzer den Platz dem Parkstadion als Standort nutzten, um von hier aus die Region kennenzulernen. Die Station ist außerdem in mehreren einschlägigen Reiseführern zu finden.

Wie lange die Wohnmobilisten bleiben, sei nicht festzustellen, erläutert Lutzi, weil jedes Ticket lediglich 24 Stunden gilt und man daher nicht erfährt, wer den Platz mehrfach bucht.

Der Aufenthalt ist auch über die 5 Euro Standgebühr hinaus günstig: Für 100 Liter Frischwasser wird ein Euro fällig, die Kilowattstunde Strom kostet 50 Cent, Entsorgen von Abwasser 10 Cent.

Das Areal für die rollenden Apartments war 2008 angelegt und später auf 16 Plätze erweitert worden. Regie führt die Stadt, aber die Baunataler Wohnmobilfreunde mit Hans-Jürgen Kopke aus Großenritte an der Spitze betreuen die Anlage. Fast jeden Tag schaut einer aus der Gruppe vorbei.

Von Ingrid Jünemann

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