BI prüft drei Optionen für Klage

A 44: Trassengegner haben Abschnitt zwischen Kassel und Helsa im Visier

 

Kaufungen/Helsa. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bürgerinitiative (BI) Pro A 44 gegen die geplante Autobahntrasse zwischen der heutigen Anschlussstelle Kassel-Ost und Helsa klagt, ist gestiegen. Unklar ist vor allem noch, wann und wie geklagt werden soll.  

In einer Versammlung in Kaufungen haben die Mitglieder einstimmig grünes Licht für drei mögliche Vorgehensweisen gegeben, die alle auf eine Klage hinauslaufen. Das erklärte der Vorsitzende der BI, Dr. Wolfram Glaß, gestern auf HNA-Anfrage. Mit einer Entscheidung in dieser Deutlichkeit habe er nicht gerechnet, sagte Glaß. Wie berichtet, war die rund 400 Mitglieder starke Bürgerinitiative diese Woche vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) mit ihrer Klage gegen den A44-Abschnitt zwischen Helsa-Ost und Hess. Lichtenau-West gescheitert.

Die drei Optionen für den Abschnitt Kassel-Helsa sehen laut Glaß wie folgt aus:

1. Die Bürgerinitiative wartet die schriftliche Urteilsbegründung des BVG ab und klagt dann selbst.

2. Die Bürgerinitiative unterstützt die Klage eines Betroffenen aus ihren Reihen.

3. Die Bürgerinitiative tut sich für eine Klage mit Partnern zusammen. Infrage kommen laut Glaß die Gemeinde Kaufungen und Umweltverbände wie der BUND.

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Die Chancen, mit einer Klage die Trasse zwischen Kassel und Helsa noch verhindern zu können, hält der BI-Vorsitzende für „sehr groß“. Und was wäre die Alternative zur Trasse Kassel-Helsa? Die Bürgerinitiative, der es laut Glaß nicht um Totalverweigerung geht, setzt auf eine Trasse vom Dreieck Kassel-Süd durch die Söhre. Bei dieser Variante würde die Trasse erst in der Nähe der Kunstmühle das Lossetal berühren. Unterdessen hat Frank Williges (Helsa), Chef der Kreis-CDU, erklärt, an dem von den SPD-Abgeordneten Ulrike Gottschalck (Bundestag) und Timon Gremmels (Landtag/beide Niestetal) angeregten Treffen mit Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) teilzunehmen.

Aus dem Archiv: Startschuss für Weiterbau der A44

Startschuss für Weiterbau der A 44

Dabei soll es unter anderem um Verkehrsprobleme gehen, die durch einen Wegfall der Anschlussstelle Kassel-Ost entstehen können. Dass lokale Interventionen erfolgreich sein können, zeige die Einführung von Tempo 80 auf der Bundesstraße 7 als Reaktion auf mehrere tödliche Unfälle.

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