150 000 Euro mehr veranschlagt - Vorweihnachtlicher Frieden: Haushalt fand in Lohfelden breite Zustimmung

Digitale Funkgeräte erhöhen Kosten

Norbert Thiele

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden geht mit einem Haushaltsdefizit von 412 000 Euro in das neue Jahr. Das jetzt von der Gemeindevertretung beratene, korrigierte Zahlenwerk für 2013 schließt im Ergebnishaushalt mit Erträgen von 25,1 Millionen Euro und Aufwendungen von 25,5 Mio. Euro ab. Die Investitionen fallen mit rund 7,3 Millionen Euro um 150 000 Euro höher aus, weil die Feuerwehr im nächsten Jahr endgültig mit digitalen Funkgeräten ausgestattet werden soll.

Die größten Brocken entfallen mit 1,5 Millionen Euro auf die Erschließung der Passivhaussiedlung am Lindenberg und mit 1,8 Millionen Euro auf Investitionen in das Kanalnetz.

Auch für den Ausbau der Langen Straße (600 000 Euro), die Wohngebäude der Gemeinde in der Berliner Straße und für die Ganztagsschulbetreuung in Vollmarshausen (jeweils 500 000 Euro) sind im Finanzplan größere Posten vorgesehen.

Der Haushalt sei „leider nicht ausgeglichen“, in seiner Grundstruktur aber ausgewogen, sagte Norbert Thiele (SPD) während der vorweihnachtlichen Parlamentssitzung im Bürgerhaus. Schuld am schlechten, laufenden Ergebnis sei ein Minus von 623 000 Euro bei den Finanzzuweisungen. Außerdem habe Lohfelden eine Erhöhung von über 700 000 Euro bei der Kreis- und Schulumlage zu verkraften, sagte der SPD-Fraktionschef. Norbert Thiele kritisierte, dass die Gemeinden von Bund und Land „zu sehr gegängelt werden“ und kaum noch Entscheidungsspielraum bestehe.

Versöhnliche Töne kamen von der Opposition: „Lohfelden ist eine gut aufgestellte Kommune“, die nicht unter den Schutzschirm des Landes Hessen kriechen müsse, sagte Birgit Kaiser-Wirz. Die CDU-Fraktionsvorsitzende kritisierte, dass die Mehreinnahmen aus der auf Eis gelegten Wassergebührenerhöhung schon im Etat der Gemeindewerke auftauchen. Das müsse geändert werden. Die CDU beantragte außerdem, den Etat-Ansatz für die Lange Straße zu streichen. Dieses Projekt sollte man je nach Baufortschritt bei ZEED (früher Richter-Hallen) neu veranschlagen, sagte Birgit Kaiser-Wirz.

Die CDU, die Grünen und die Unabhängigen signalisierten Zustimmung für den Haushalt. Die Sprecherin der Grünen, Miriam Würth-Kresevljak, kündigte außerdem an, dass sich ihre Fraktion mit aller Kraft für den Anschluss an das Straßenbahnnetz einsetzen werde. (ppw) Archivfotos: Schindler/Koch/Wohlgehagen / nh

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