Diskussion um Stromnetze - Reh: „Ein unkalkulierbares Risiko“

WilfriedReh

Espenau. In der Diskussion im Streit um die Stromnetze bezieht die FWG Espenau eindeutig Stellung. „Es macht keinen Sinn, für den neuen Eigenbetrieb und dem damit verbundenen Rückkauf der Stromnetze die Verschuldung der Gemeinde Espenau um weitere Millionen in die Höhe zu treiben“, sagte Fraktionsvorsitzender Wilfried Reh.

Espenau brauche sichere Konzessionseinnahmen und kein „unkalkulierbares Risiko durch zusätzliche Verschuldungen mit einer Firma auf Pump“. Nach den derzeit vorliegenden Informationen sei ein neuer Konzessionsvertrag zu deutlich verbesserten Konditionen für Espenau die einzige vertretbare Alternative und biete der Gemeinde eine sichere Einnahmequelle für die nächsten Jahre.

Die Argumente für das Kooperationsmodell mit dem Partner Eon Mitte, für das sich die Bürgermeister der 24 Kommunen in der Arbeitsgemeinschaft ausgesprochen hätten, seien „nicht nachvollziehbar“. Laut Reh würden im Gutachten zusätzliche Einnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen, der Einfluss auf den Netzausbau und die Stromerzeugung und Stromeinspeisung gesehen.

Die Realität sehe anders aus. Es seien erhebliche Investitionen in den nächsten Jahren erforderlich. Auch werde der Eigenbetrieb keinen Einfluss auf die Stromerzeugung oder die Stromeinspeisung haben, denn dort gebe es gesetzliche Vorgaben, insbesondere der Bundesnetzagentur. Danach seien Netzbetrieb und Stromerzeugung voneinander zu trennen. Dies gelte ebenso für die zukünftige Netzausbauplanung, die nach wirtschaftlichen und gesetzlichen Zwängen erfolgen müsse.

Die Kommunen verfügten über kein Know-how wie zum Beispiel Personal und Technik. Und die Arbeitsplätze seien bereits in der Region vorhanden. (swe) Archivfoto: Brandau/nh

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