Modehaus am Vellmarer Rathausplatz zog ins neue Zentrum – Unternehmen besteht seit 135 Jahren

Döring: „Ich war hier der erste Mieter“

Erfolgreich: Rainer Döring mit Brigitte Riemenschneider (links) und Margit Jordan. Über 20 Jahre sind die beiden Verkäuferinnen bei Döring. Foto: C. Hartung

Vellmar. „Fünf Meter vor meinem Laden fing das Ackerland an“, erzählt Rainer Döring über die Eröffnungszeit seines Textilfachgeschäfts 1977 in Vellmar. Das Unternehmen Wilhelm Döring Söhne aber ist viel älter. Dieses Jahr feiert Rainer Döring, Enkel von Wilhelm Döring, in seinem Modehaus am Rathausplatz in der Ahnestadt das 135-jährige Bestehen.

Großhandelsbetrieb

Der Großhandelsbetrieb für Trikotagen und Weißwarenhandel wurde 1878 in Kassel gegründet. Von 1905 bis zum Verkauf 1980 befand sich der Geschäftssitz in der Erzbergerstraße. Der Einzelhandel wurde 1970 aufgenommen, beschränkte sich zunächst auf Kassel, ab 1977 dann das Fachgeschäft in Vellmar.

„Es gab damals das Rathaus noch nicht. Ich war hier der erste Mieter“, sagt der Inhaber stolz. Zusammen mit Carlo Capraro, der das Eiscafé „da Carlo“ betreibt, ist Rainer Döring der Einzige, der noch von den Händlern aus der Gründungszeit des Vellmarer Zentrums übrig geblieben ist.

„Es waren alles inhabergeführte Geschäfte. Heute sind die zwar immer noch in der Überzahl, aber es sind auch viele Filialbetriebe hinzugekommen“, erzählt Döring über den Wandel der Einzelhandelsstruktur am Rathausplatz.

Der Verbraucher profitiere vom guten Angebotsmix, der sich entwickelt hat, ist sich Döring sicher. Der Ausbau der Straßenbahnstrecke nach Vellmar vor zwei Jahren kam dem Geschäft des Modehauses zugute. „Auch wenn viele hier negativ darüber denken, hat mir die Straßenbahnlinie Vorteile gebracht“, so Döring.

Er habe viele Stammkunden aus Kassel, die nun bequem und problemlos zum Modehaus kommen können. Rainer Döring weiß genau, warum sein Modehaus über so lange Zeit schon erfolgreich ist: „Kleidung für junge Menschen gibt es an jeder Ecke. Unsere Mode ist auf die mittlere und ältere Generation ausgerichtet.“

Außerdem seien die Mitarbeiterinnen, von denen zwei schon über 20 Jahre im Betrieb beschäftigt sind, Teil des Erfolgsrezepts. „Sie sind durch nichts zu ersetzen“, sagt der Geschäftsmann. Bei seinen Kundinnen bedankt er sich mit reduzierten Preisen für jahrzehntelange Treue. (phc)

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