Gemeinde Fuldabrück führt Steuer auf Zweitwohnungen ein

600 Domizile im Visier

Fuldabrück. Die Gemeinde Fuldabrück zieht alle Register, um ihren Etat durch zusätzliche Einnahmen aufzubessern: Ab 1. Januar werden Inhaber von Zweitwohnungen mit einer Steuer belegt.

Das hat die Gemeindevertretung mit den Stimmen aller Parteien beschlossen. Die Zweitwohnungssteuer beträgt je nach Mietwert zwischen 150 und 550 Euro im Kalenderjahr. Auf diesem Wege sollen von den rund 600 Zweitwohnungen bis zu 10 000 Euro in die Gemeindekasse fließen.

„Wir müssen auch für Zweitwohnungen Infrastruktur vorhalten, ohne hierfür eine Gegenleistung zu erhalten“, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD).

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Norbert Siering, bezeichnete die Einführung der Steuer als „ordnungspolitischen Vorschlag“, weil viele Zweitwohnungen nur auf dem Papier bestehen, wie bei außerhalb Studierenden oder aus steuerlichen Gründen.

Die Gemeindeverwaltung rechnet damit, dass viele Betroffene ihre Zweitwohnung jetzt abmelden oder in eine Hauptwohnung ummelden.

Durch die Umwandlung in Hauptwohnsitze würden sich die Einwohnerzahl und die indirekten (Steuer)einnahmen der Gemeinde erhöhen. (ppw) HINTERGRUND

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