Doppelt so viel Geld von Firmen

Gewerbesteuer: Gemeinde Schauenburg nimmt 2010 rund 1,2 Millionen Euro ein – Defizit im Etat geringer

Zukunft ungewiss: Der Betrieb der Goldberghalle ist weiter in der Diskussion. Archivfotos: Kühling

Schauenburg. Läuft alles glatt, soll der Haushalt der Gemeinde Schauenburg in zwei Jahren wieder ausgeglichen sein. Das ist zumindest die Einschätzung von Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU).

Das Defizit im Etat ist binnen eines Jahres bereits erheblich geschrumpft – von geplant 2,1 Millionen Euro für 2010 auf 920 000 Euro im Ansatz für 2011.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Lage angespannt. „Es handelt sich weiterhin um einen Sparhaushalt“, betont die Bürgermeisterin. Der Etat für das kommende Jahr müsse, wie der Vorgänger, von der Kommunalaufsicht des Landkreises genehmigt werden.

Zunächst steht der Haushalt im Parlament zur Diskussion. Am Donnerstag, 16. Dezember, treffen sich die Gemeindevertreter ab 18.30 Uhr im Elgerhaus in Elgershausen, Amters Hof 3.

Besser da stehen die Schauenburger etwa wegen höherer Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Der konjunkturelle Aufschwung schlägt sich in der Gemeindekasse nieder. Ging man Ende 2009 von Einnahmen für 2010 von 650 000 Euro aus, kommen laut Gimmler nun tatsächlich 1,2 Millionen durch die Schauenburger Betriebe in die Kasse.

Größere Investitionen enthält das neue Zahlenwerk wegen der immer noch schwachen Haushaltslage nicht. Kanalbau sei weiterhin ein Thema, so Gimmler. Unter anderem sind 2011 ein Teil der Hirzsteinstraße sowie die Erfurter Straße in Elgershausen an der Reihe. Neben den Leitungen soll die Fahrbahn erneuert werden. Daran, so Gimmler, werde das Rathaus die Grundstückseigentümer über Anliegerbeiträge beteiligen. In beide Projekte investiert die Kommune selbst jeweils 110 000 Euro.

„Wir hoffen immer noch, dass wir am 1. April eröffnen können.

Ursula Gimmler zum Kindergarten

Im Ortsteil Hoof sollen die Ver- und Entsorgungsleitungen der Herkulesstraße für 230 000 Euro erneuert werden. Auch dort wird parallel die Fahrbahn auf Vordermann gebracht. 250 000 Euro stehen im Haushalt dafür bereit.

Der Etat 2011 kündigt außerdem das Ende der Arbeiten am neuen Kindergarten in Elgershausen an. 135 000 Euro sind dafür eingeplant. Das Projekt kostet insgesamt knapp 1,9 Millionen Euro. „Wir hoffen immer noch, dass wir am 1. April eröffnen können“, sagt Gimmler. Bleibt das Wetter winterlich, will das Rathaus den Termin nach hinten verschieben.

Weitere 120 000 Euro will die Kommune in ein neues Fahrzeug für den Bauhof investieren. Ein Unimog sei defekt, sagt die Bürgermeisterin. Diesen müsse man ersetzen.

Um auch für diesen Haushalt grünes Licht von der Kommunalaufsicht zu bekommen, müssen die Gemeindevertreter wieder ein Sparprogramm verabschieden.

Laut Gimmler bleiben kniffelige Themen aus dem vergangenen Jahr aktuell: Dazu gehört beispielsweise der Betrieb der Goldberghalle durch die Vereine, die Schließung von Dorfgemeinschaftshäusern und allgemein die finanzielle Beteiligung der Vereine am Betrieb kommunaler Anlagen.

Von Sven Kühling

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