an der Karlstraße

Einweihung von drei Projekten zur Dorferneuerung von Simmershausen

Im Bachbett: Inge Haase fischte mit ihrem Enkel Fynn Haase (5, von links), Tim Mühlhause (6) und Marlene Heinemann (10) einige kleine Bachbewohner heraus, um sie später am Stand des Wassererlebnishauses zu bestimmen. Fotos:  Grigoriadou

Fuldatal. Wie heißt ein bekanntes Sprichwort? Aller guten Dinge sind drei. Und genau drei Projekte, die zur Dorferneuerung Simmershausen gehören, wurden am Ostermontag eingeweiht.

„Aus einem Matschweg wurde eine schöne Treppe, die zum Tanzeplatz führt“, sagt Elke Schnurpfeil. Sie gehört zum Simmershäuser Arbeitskreis Dorferneuerung. „Hinter der alten Schmiede steht jetzt ein Anbau, der Stromanschlüsse sichert.“

Das von Büschen und Sträuchern zugewachsene Bachufer der Espe gehört nun zu einem der Lieblingsplätze von Familien. „Nicht nur die Kinder sind begeistert“, sagt Inge Haase, die mit ihrem Enkel Fynn (5) fast mitten im Bach steht und nach Wasserbewohnern sucht. „Auch wir Erwachsenen haben hier am Bach viel Spaß.“ Und während Großmutter und Enkel nach Molchen, Rollegel und Köcherfliegenlarven suchen, machen es sich einige Eltern auf den neuen Bänken am Ufer gemütlich und lösen das Simmershäuser Quiz.

In der alten Schmiede zeigt Dietmar Persch, wie das alte Handwerk funktioniert. Viele Mädchen und Jungen versuchen sich an Spielen wie Eierlaufen und schauen sich neugierig am Stand des Wassererlebnishauses die Welt des Baches auf Karteikarten an. „Oma, guck mal, das haben wir alles gefunden“, sagt Fynn und zeigt Inge Haase große Karteikarten. Gemeinsam vergleichen sie ihren Bachfund und beobachten einen Rollegel, der sich mal zu einer Kugel zusammenzieht, um dann mit Schwung quer durch den Plastikbehälter von Fynn zu schießen.

Fotostrecke zur Einweihung

Dorferneuerung Simmershausen

Wichtig ist für Erwin Sedlazek, dass die Angebote auch genutzt werden. Er ist der Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung. „Die Idee für den Platz am Bach kam von Müttern. Nicht nur tagsüber ist es dort schön. Im Sommer ist es abends sehr angenehm, am Bach zu sitzen.“

„Der Gottesdienst von Pfarrer Peter-Michael Leppin stand ganz im Zeichen des Schafes“, sagt Erwin Sedlazek und lacht. Während der Pfarrer und die Teilnehmer des Gottesdienstes singend die sanierte Treppe hinunterwandern, suchen sie zehn selbst gebastelte Schafe.

Dabei stimmt Leppin ein selbst gedichtetes Lied an mit der Melodie vom Volkslied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. Doch in der Simmershäuser Version heißt es: „Wir laufen die Treppe hinauf und hinab.“

Die Funktionsfähigkeit der Schmiede wurde durch den Anbau eines Abstellraumes mit einem Stromanschluss verbessert. Die Kosten belaufen sich auf 18 600 Euro. Auch das Umfeld der Schmiede wurde verschönert. Es gibt nun neue Bänke aus Sandsteinblöcken und Lärchenholzauflagen. Sitzstufen am Espeufer verbessern den Zugang zum Bach. Kosten: 7300 Euro. Außerdem wurde die Wegverbindung von der Karlstraße zum „Tanzeplatz“ zum Wald durch Betonblockstufen gesichert. Kosten: 12 500 Euro. (pgr)

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