Gemeinde Lohfelden kauft für 283 000 Euro ein sechs Jahre altes Spezialfahrzeug

Drehleiter für Feuerwehr

Menschenrettung, Löschangriff von außen, Belüftung von Brandobjekten oder Ausleuchten einer Einsatzstelle: Diese und weitere Maßnahmen gehören zum Einsatzspektrum des ausgesuchten Fahrzeugs. Das Bild zeigt die bisher bei der Landesfeuerwehrschule stationierte Drehleiter. Foto: Feuerwehr Lohfelden

Lohfelden. Jetzt bekommt die Freiwillige Feuerwehr Lohfelden eine Drehleiter. Die Gemeindevertretung stimmte der Beschaffung eines 283 000 Euro teuren, gebrauchten Hubrettungsfahrzeugs und der Mittelbereitstellung durch den ersten Nachtragshaushaltsplan einmütig zu.

Mit dem neuen Fahrzeug wird eine Sicherheitslücke geschlossen. Sie betrifft zahlreiche Gebäude in Lohfelden, die höher als acht Meter sind und nach der Bauordnung eigentlich über einen zweiten Rettungsweg verfügen müssten. Den konnte die Lohfeldener Wehr ausschließlich mit Steckleitern bislang nicht zur Verfügung stellen.

Bei Anforderung der Drehleiter aus Kassel werde die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten überschritten: „Das haben Testfahrten ergeben“, sagte Klaus Steffek. Auch die in den Gemeinden Kaufungen und Baunatal verfügbaren Drehleitern überschreiten die einzuhaltenden Fristen. Außerdem, so der Vorsitzende der Brandschutzkommission, habe sich bei örtlichen Einsätzen gezeigt, wie wichtig der Einsatz einer Drehleiter gerade bei der Rettung von Menschen sei.

Das von der Wehrführung ausgesuchte und geprüfte Fahrzeug (Baujahr 2009) wurde bisher an der Landesfeuerwehrschule ausschließlich für den Schulungsbetrieb eingesetzt. Es soll laut Feuerwehr einem neuen Fahrzeug in nichts nachstehen. Der Leiterpark sei auf 27 Meter erhöht worden, das sei für Lohfelden ausreichend, hieß es. Sprecher der in der Gemeindevertretung repräsentierten Parteien begrüßten den Kaufvorschlag. „Wir haben Glück gehabt, dass bisher nichts passiert ist, sonst hätten wir eine große Schuld auf uns geladen“, fügte der Sprecher der Unabhängigen Liste (U2L) Jürgen Kirchner hinzu.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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