Wechsel in Espenau

In Vellmar, Helsa und Ahnatal stehen 2014 Bürgermeisterwahlen an

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Bewirbt sich um dritte Amtszeit: Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD).

Kreis Kassel. Der Chefsessel im Rathaus von Espenau ist einer der vier, die 2014 im Altkreis Kassel neu besetzt werden. Und der künftige Inhaber, der sein Amt als Bürgermeister der 5000-Einwohner-Gemeinde am 1. Juli antritt, steht schon fest:

Carsten Strzoda, noch Hauptamtsleiter der Stadt Grebenstein, wird die Geschicke der Gemeinde als parteiloser Nachfolger von Michael Wielert (SPD) lenken.

Während Strzoda schon seit dem Wahltag am 22. September weiß, was auf ihn zukommt, hängen die Amtsinhaber in den drei übrigen Kommunen noch in der Luft. Einer von ihnen ist Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla (SPD), der vor seiner dritten Amtszeit steht. Spekulationen über einen beruflichen Wechsel Stochlas sind mit dem Zustandekommen einer schwarz-grünen Landesregierung in Wiesbaden erst mal vom Tisch. Insider wollten wissen, dass Stochla als Vize-Landrat für den Fall gehandelt wurde, dass Susanne Selbert (SPD) in die Landespolitik gewechselt wäre.

Ob der Verwaltungschef, der aus Angst vor einem Millionen-Defizit den Hessentag 2013 zurückgab, es bei der Bürgermeisterwahl am 25. Mai mit Konkurrenz zu tun bekommen wird, ist offen. Fest steht, dass Stochla von der CDU im Stadtparlament ordentlich attackiert wird.

Am 25. Mai, dem Tag der Europawahl, stellt sich in Helsa Tilo Küthe (SPD) der Wiederwahl. Der Verwaltungsfachmann steht seit knapp zwölf Jahren an der Spitze der Lossetalgemeinde. Küthe folgte 2002 dem heutigen Landrat Uwe Schmidt (SPD) auf dem Chefsessel nach. Vor allem zwei Themen bestimmen zurzeit seine politische Agenda: die finanzielle Situation Helsas, das Küthe unter den Finanz-Schutzschirm des Landes führte, und die A  44. Hier forderte er Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zuletzt mit ungewöhnlich scharfen Worten auf, endlich die Pläne für den Trassenverlauf offenzulegen. Dass es in Helsa zu einem Duell um den Chefsessel im Rathaus kommt oder gar mehr als zwei Bewerber antreten, gilt als unwahrscheinlich.

Noch gut zehn Monate gehen ins Land, bis die dritte Bürgermeisterwahl im Altkreis Kassel über die Bühne geht: Am 9. November 2014 bewirbt sich Michael Aufenanger (CDU) um eine zweite Amtszeit als Verwaltungschef von Ahnatal. Vor sechs Jahren beendete der frühere Polizeibeamte die SPD-Ära, als er Regina Heldmann beerbte. Obwohl Aufenanger nicht zuletzt wegen seiner versöhnlichen Art vergleichsweise wenig Angriffsfläche bietet, wird die SPD die Scharte der Niederlage wohl auswetzen wollen. Mit einem Gegenkandidaten muss er also rechnen.

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