Übergewicht bei Schulkindern: Gesundheit früh fördern

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Karin Müller zu übergewichtigen Kindern

Söhrewald. Die Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, sind im Durchschnitt wieder dünner als in früheren Jahren. Das ist das Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung 2012.

Trotzdem gibt es große Unterschiede. HNA-Mitarbeiterin Theresa Ziemann sprach darüber mit Dr. Karin Müller, der Leiterin des Gesundheitsamts für Kassel Stadt und Land.

Frau Dr. Müller, wie erklären sich die großen Unterschiede bei Übergewicht und Fettleibigkeit von Kindern in den verschiedenen Kommunen?

Dr. Karin Müller: So unterschiedlich die Lebensbedingungen der Familien und Kinder sind, so verschieden fallen auch die Schuleingangsuntersuchungen aus. Die Spanne der Untersuchten reicht innerhalb einer Kommune von 13 bis 217 Kindern. Der Vergleich einzelner Kommunen ist daher problematisch.

Warum sind in Söhrewald 25 und in Niestetal nur vier Prozent der Kinder übergewichtig?

Dr. Müller: Diese Frage erklärt sich aus den oben genannten Faktoren. In Söhrewald sind dieses Jahr neun von 36 eingeschulten Kinder zu schwer, letztes Jahr waren es fünf von 41. Daher die deutliche Steigerung von zwölf auf 25 Prozent. Dies kann im nächsten Jahr schon wieder anders sein. Dasselbe gilt für Niestetal. Dort waren dieses Jahr sieben Kinder weniger übergewichtig als im vergangenen Jahr.

Was kann man tun, um Fettleibigkeit und Übergewicht bei Kindern zu reduzieren?

Dr. Müller: Man muss so früh wie möglich die Gesundheit der Kinder im Hinblick auf gesunde Ernährung und Bewegung fördern. Dies ist eine ständige und fortlaufende Arbeit der Eltern, Kindergärten und Schulen.

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