Drei Fragen an Vizelandrätin Susanne Selbert zum Frauenempfang

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Vizelandrätin Susanne Selbert über den Frauenempfang des Landkreises

Kaufungen. Der Frauenempfang des Landkreises hat zum fünften Mal stattgefunden. Ein HNA-Mitarbeiter sprach mit Vizelandrätin Susanne Selbert darüber.

Was ist die Intention der Veranstaltung?

Susanne Selbert: Mit dem Frauenempfang sollen Themen, die Frauen beschäftigen, in ansprechender Form behandelt werden. Dabei spielen neben der Information auch der gegenseitige Austausch und die Gespräche untereinander eine wichtige Rolle.

Das Interesse daran ist groß. Wo sehen Sie die Gründe?

Selbert: Das Bedürfnis, gemeinsam auch schwierige Themen zu diskutieren, ist groß und wir erreichen Frauen aus der gesamten Region und aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Ein Grund für den Erfolg ist sicherlich auch, dass wir fachliche Inhalte von anerkannten Expertinnen mit kulturellen Beiträgen verbinden und damit abwechslungsreich und interessant sind. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen bestärken uns, auf diesem Weg weiterzumachen.

Warum das sensible und zugleich tabuisierte Thema „Häusliche Gewalt“?

Selbert: Häusliche Gewalt ist keine Randerscheinung. Jede vierte Frau bei uns in Deutschland hat schon mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt erfahren. Viele Frauen sind durch diese Erlebnisse traumatisiert. Von den Gewalterfahrungen sind auch viele Kinder betroffen. Häusliche Gewalt findet mitten in unserer Gesellschaft und unabhängig von der sozialen Schichtzugehörigkeit statt. Dieses Thema, gerade weil es tabuisiert wird, braucht solche öffentlichen Foren. Ich weiß, dass die Fallbeispiele harte Kost sind - aber Verschweigen führt hier nicht weiter. Wir müssen sensibel werden für diese Thematik und auch den Mut aufbringen, im Freundes- und Bekanntenkreis genau hinzuschauen. (pke)

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