Gemeinde legt Betreuungskonzept für Kleinkinder vor – Investition: 250 000 Euro

Drei Krippen geplant

Mehr Platz für die Kinder: In den gemeindeeigenen Kitas Pusteblume, Zwergenburg und Feldhof sollen drei Krippengruppen entstehen. Archivfoto:  Wienecke

Kaufungen. Um den Rechtsanspruch der Eltern von unter dreijährigen Kindern auf einen Krippenplatz ab August 2013 einlösen zu können, muss die Gemeinde Kaufungen kräftig investieren.

Damit drei Krippengruppen in den Einrichtungen Pusteblume, Zwergenburg und Feldhof geschaffen werden können, müssen nach Auskunft von Bürgermeister Arnim Roß (SPD) rund 250 000 Euro investiert werden. Weil zusätzliche Erzieherinnen oder Erzieher eingestellt werden müssen, steigen die Personalkosten um bis zu 250 000 Euro jährlich.

Dies geht aus dem neuen Kinderbetreuungskonzept hervor, das vom Verwaltungschef den Gremien der Gemeinde zur Diskussion vorgelegt wurde. Aktuell sind in Kaufungen von den 480 Plätzen in den sechs Kindertagesstätten 70 für die U3-Kinder reserviert. Wenn ab August 2013 aber für mindestens 35 Prozent der Mädchen und Jungen dieser Altersgruppe ein Betreuungsplatz angeboten werden muss, sind laut Roß 100 Plätze erforderlich.

Um in der Kita Pusteblume Raum zu gewinnen, soll die derzeit dort betreute Hortgruppe der Grundschulkinder mittelfristig in die Kita Schöne Aussicht umziehen.

Dort, in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Oberkaufungen, sollen dann alle Hortgruppen des Ortsteils betreut werden.

Roß rechnet damit, dass die Zahl der über dreijährigen Kinder künftig jedes Jahr um vier bis sieben sinken wird. Diese Plätze sollen jeweils für die unter Dreijährigen genutzt werden, so dass die Gesamtkapazität der Kita-Plätze unverändert bleiben kann.

Nur eine kleine Rolle spielt in Kaufungen die Kleinstkinder-Betreuung durch Tagesmütter oder Tagespflege. Maximal fünf Prozent des Bedarfes, also bis zu 19 Plätze, könnten hierüber abgedeckt werden. Dieses Angebot könnte, so Roß, vor allem für die Kinder bis zum ersten Lebensjahr genutzt werden.

Bei Interesse könnte die Gemeinde auch Wohlfahrtspflege, Kirchen oder andere freie Träger mit der Tagespflege beauftragen, meinte Roß. Allerdings werde die Gemeinde nicht auch das wirtschaftliche Risiko übernehmen können. (tom)

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