Für drei Tage auf die Bundesstraße

Fernradweg R1: Strecke zwischen Wahnhausen und Wilhelmshausen gesperrt

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Hier geht’s nicht weiter: Der Streckenabschnitt des Fernradwegs R 1 zwischen Wahnhausen und Wilhelmshausen ist noch bis Freitag gesperrt. Radfahrer wie Frank Geißler (links) und Josef Blaauw müssen auf die parallel verlaufende B 3 ausweichen. Fotos:  Sommerlade

Fuldatal. Frank Geißler und Josef Blaauw sind sich einig: „Die Sperrung des Streckenabschnitts ist nicht schön, aber nachvollziehbar“, zeigen die passionierten Radfahrer volles Verständnis für die vorübergehende Stilllegung des Streckenabschnitts zwischen Wahnhausen und Wilhelmshausen.

Noch bis voraussichtlich Freitag wird die rund sieben Kilometer lange Strecke wegen Gehölzpflegearbeiten vollständig gesperrt sein.

Wie die beiden Männer aus Kassel müssen Radfahrer in dem betroffenen Bereich auf die parallel verlaufende Bundesstraße 3 ausweichen. Den Grund dafür erläutert Bernd Schwedes, Leiter der für den Radweg zuständigen Straßenbaumeisterei Espenau: „Der Weg ist zu eng, um die Arbeiten bei fließendem Radverkehr verrichten zu können. Das würde erhebliche Behinderungen für beide Seiten bedeuten. Zudem ist eine Gefährdung für die Radfahrer durch herunterfallende Äste nicht ausgeschlossen.“

Verkehrssicherheit wahren

Seit Dienstagmorgen hätten die Mitarbeiter der Straßenbaumeisterei alle Hände voll zu tun gehabt mit Baumschnittarbeiten neben und über dem an der Fulda verlaufenden Radweg. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sei daher die Sperrung und die damit verbundene Umleitung zwingend nötig. Auf den Umstand, dass nun auch Fahrradfahrer die B 3 benutzen, weisen diverse Schilder hin. Autofahrer werden damit zu erhöhter Rücksichtnahme aufgefordert.

Eine besondere Gefahr für die Radfahrer sieht Schwedes übrigens nicht. „Die B 3 ist an dieser Stelle besonders breit. Dank der vielen Hinweisschilder sollte ein vernünftiges Miteinander möglich sein. Rücksicht zu nehmen, sollte selbstverständlich zu sein.“ Dass nicht alle Passanten Verständnis für die Arbeiten auf dem Radweg aufbringen, haben Schwedes und seine Mitarbeiter zu spüren bekommen. „Einige ignorieren nicht nur die Sperrung, sondern beschweren sich auch lautstark bei uns. Dabei kümmern wir uns hier um die Sicherheit aller“, sagt Frank Sippel, Angestellter der Straßenbaumeisterei. Allerdings gebe es auch einige Radfahrer, die Anweisungen respektieren und sich gar für den Einsatz bedanken. So wie Frank Geißler und Josef Blauuw. „Sicherheit geht nun mal vor. Daher nehmen wir auch die Strecke über die B 3 in Kauf. Es ist ja glücklicherweise nicht für immer“, sagen die Männer aus Kassel.

Von Martina Sommerlade

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