Wahl in Espenau

Drei Wahlen an einem Tag: Espenauer bestimmen am 22. September ihren Bürgermeister

Gleich dreimal zur Wahlurne: Unser Archivfoto zeigt eine junge Mutter mit Kind, die ihren Stimmzettel einwirft. Archivfoto: dpa

Espenau. Drei Wahlen an einem Tag – am Sonntag, 22. September, wartet auf die Wahlhelfer in Espenau diese besondere Herausforderung. Denn die Wähler in der Gemeinde werden mit ihren Kreuzen auf den Wahlzetteln an diesem Tag gleich drei politische Entscheidungen treffen müssen.

Auf Bundes-, auf Landes- und auf Kommunalebene. Denn auch die Bürgermeisterwahl wurde auf diesen Termin gelegt.

Ein Termin, der viele Vorteile hat, wie Amtsinhaber Michael Wielert (SPD), der nicht mehr zur Wahl antritt, meint. So entlaste dieser zum einen die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Parteien, die somit nur einmal plakatieren und Wahlkampf führen müssten. Zum anderen gebe es auch Entlastung für die Wahlvorstände, die dann nur an einem Termin arbeiten müssten. „Auch wenn dieser Tag wahrscheinlich sehr lang werden wird“, räumt Wielert im Hinblick auf die zu verrichtende Arbeit ohne zusätzliches Personal ein.

Weiterer positiver Effekt: Durch den gemeinsamen Urnengang dürfte eine höhere Wahlbeteiligung bei der Direktwahl erreicht werden als bei einem gesonderten Termin. Darüber hinaus spare die Gemeinde natürlich auch Geld durch die Bündelung der Wahlen auf einen Termin. Für das anstehende Mammutprogramm sind in den insgesamt fünf Espenauer Wahllokalen (Kindergarten Sonnenhang, Kindergarten Espe-Aue, Gemeinderaum der evangelischen Kirche Hohenkirchen und zwei Lokale im Bürgereck) jeweils sieben Wahlhelfer im Einsatz.

Im Rathaus werden Verena Jessen, Marion Werkmeister und Wahlleiterin Martina Sack mit der Auswertung besonders gefordert sein. Und auch schon zuvor hat das Trio alle Hände voll zu tun, da der komplette Briefwahlverkehr parallel zum Bürgerservice erledigt werden muss.

Haben alle Hände voll zu tun: Martina Sack (links) und Verena Jessen sind nicht nur am Wahltag besonders gefordert. Auch im Vorfeld müssen sie den Bürgerservice und die Briefwahlabwicklung schultern. Foto: Sommerlade

Kleiner Wermutstropfen für die Interessierten an der Bürgermeisterwahl: Die Stimmen zur Wahl des Gemeindeoberhaupts werden zuletzt, also erst nach der Auswertung der Bundes- und der Landtagswahl, gezählt. Ob also der parteilose Carsten Strzoda (39) oder der SPD-Mann Marko Haselböck (35) Bürgermeister in Espenau wird, steht erst zu sehr später Stunde am Wahlabend fest.

Wenn der neue Bürgermeister feststeht, hat er nicht nur Grund zum Jubeln. Denn die Amtszeit von Wielerts Nachfolger beginnt erst am 1. Juli 2014. „Das ist der einzige Grund, warum ich nicht unbedingt auf die Zusammenlegung des Termins gedrängt habe“, sagt Wielert. „Denn das bedeutet eine Übergangszeit von acht langen Monaten“, erklärt er.

Eine Zeitspanne, in der Wielert seinem Nachfolger wichtige Entscheidungen nicht vorwegnehmen will, dieser aber selbst auch noch keine Entscheidungsbefugnis besitzt. „Aber auch das werden wir schultern“, ist sich Wielert sicher. „Mindestens so gut wie die drei Wahlen an einem Tag.“

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