Drosselbart tanzt Menuett

Kinder- und Jugendtheater zeigt ein Märchenspiel im Bürgerhaus

Bei den Proben: Das Tanzen klappt bei Emma Böckmann (als König, von links), Jennifer Langer (Königin), Lisa-Marie Bischoff (Prinzessin) und Anika Wiegand (als Drosselbart) vom Kinder- und Jugendtheater der Sing- und Musikgruppe Lohfelden/Vollmarshausen schon richtig gut. Fotos:  Wienecke

Lohfelden. „Störe ich?“, lauten die ersten Worte von Arne Wiegand in seiner Rolle als Page. Der Elfjährige steht beim Märchenstück des Kinder- und Jugendtheaters der Sing- und Musikgruppe Lohfelden/Vollmarshausen erstmals auf der Bühne und freut sich auf die Premiere am Donnerstag, 14. November.

Insgesamt fünf Vorstellungen des Märchenspiels „König Drosselbart“ wird es im Bürgerhaus in Lohfelden geben, zwei davon sind bereits ausverkauft. „Mein Kostüm kratzt ein wenig“, meint Arne. Lisa-Marie Bischoff (11) fühlt sich als Prinzessin hingegen richtig wohl, obwohl ihr Kleid ebenfalls aus dem Fundus stammt. Darunter trägt sie einen Reifrock, der es beim Tanzen zum Schwingen bringt.

Viele neue Darsteller

Erika Schneider hat Tanzschritte auf ein Menuett von Ludwig van Beethoven mit den Darstellern einstudiert. „Ich unterrichte auch noch eine Seniorengruppe“, erläutert die 79-Jährige. Als „heiter-romantisches Märchenspiel“ bezeichnet Regisseur Damian Hahner die Aufführung. „Vor 24 Jahren haben wir das Stück schon einmal gespielt“, berichtet der 70-Jährige. Damals spielte seine Tochter Stefanie (heute 39) die Hauptrolle. Sie schaute bei den Proben vorbei.

Nachdem die Flötengruppe der Sing- und Musikgruppe aufgelöst wurde, aus der die Darsteller des Kinder- und Jugendtheaters bislang kamen, überlegte Damian Hahner zunächst, die Proben einzustellen. Die Schauspieler vom letzten Jahr brachten jedoch ihre Geschwister und Freunde mit. Da jetzt insgesamt 24 junge Leute auftreten, hat der Regisseur den Text um weitere kleine Rollen ergänzt.

Das Bühnenbild zeigt den Thronsaal des Schlosses, die Hütte des Bettlers und die Küche des Schlosses von König Drosselbart. Jutta Hartung gestaltete das Bühnenbild, Käthi Gruneberg sorgte dafür, das die Kostüme passen. Gesche Boneß wird soufflieren. Nachdem Regisseur Hahner voriges Jahr noch bedauerte, dass es keine männlichen Darsteller gab, ist nun Arne Wiegand mit dabei.

Dass er nur wenig Text hat, ist dem Elfjährigen ganz recht. Der Satz: „Ich wünsche weiter gute Unterhaltung“, gehört auch dazu, erzählt er. Arnes Schwester Anika (14) spielt die Hauptrolle, den Drosselbart, der sich als Bettler ausgibt.

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