HNA-Meinung

HNA-Kommentar zur neuen EAM: Schwerfällig statt schlank

Holger Schindler über die Entscheidungswege in der neuen EAM

Schon bei der Entscheidung im vergangenen Dezember, den Regionalversorger Eon Mitte zu übernehmen und als neue EAM in öffentlicher Hand weiterzuführen, stöhnten die Abgeordneten im Kreistag. Kiloweise Unterlagen mussten sie in kürzester Zeit durcharbeiten, um den Deal wirksam werden zu lassen.

Der Stress für die ehrenamtlichen Politiker geht weiter. Nächste Woche werden sie über den neuen Vertrieb und neue Beteiligungen entscheiden.

Viele geraten dabei an ihre Grenzen. Für einen juristischen Laien sind die komplexen Vorgänge kaum zu durchschauen. Daher sollte ihre Forderung ernst genommen werden, früher informiert zu werden. Auch eine inhaltliche Begleitung durch die Kreisverwaltung wäre gut. Schließlich entscheiden die Volksvertreter letztlich für alle Bürger darüber, welcher Kurs gesteuert werden soll.

Aber auch auf Unternehmensseite besteht Lernbedarf. Bisher hat die EAM-Geschäftsführung, die von Eon Mitte übernommen wurde, in schlanken privatwirtschaftlichen Strukturen agiert. Nun hat sie es mit mehreren Tausend Kommunalpolitikern in den unterschiedlichsten Parlamenten zu tun, die alle demokratisch eingebunden sind – ein schwerfälliges Gebilde. Die Kunst wird sein, trotz dieser komplexen Strukturen handlungsfähig zu sein und den politischen Willen umzusetzen.

E-Mail an den Autor: hol@hna.de

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