Verhandlungen über Verkauf des Riffer-Geländes abgeschlossen – Parlament am Zug

Edeka kann nun kommen

Handelseinig: Die Verhandlungen zwischen der Gemeinde Kaufungen und Edeka-Hessenring über das Riffer-Gelände sind abgeschlossen. Archivfoto:  Stier / Montage: Köberich

Kaufungen. Gut ein Vierteljahr nach dem Grundsatzbeschluss für den Standort rückt die Ansiedlung eines Edeka-Marktes auf dem Riffer-Gelände in Oberkaufungen noch ein Stück näher. Nach intensiven Verhandlungen ist der Verkauf des Areals an Edeka-Hessenring (Melsungen) praktisch in trockenen Tüchern.

Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD) sprach gestern gegenüber der HNA von einem „guten Verhandlungsergebnis“. Die Ziele der Gemeinde seien erreicht worden, betonte der Verwaltungschef, der ursprünglich für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarkts im Saal des Bürgerhauses plädiert hatte. Jetzt sind die Gemeindevertreter am Zug: In der März-Sitzung wird den Abgeordneten das Verhandlungsergebnis zur Abstimmung vorgelegt.

Alles andere als ein Ja zu dem Verkauf des alten Sägewerksgeländes wäre allerdings eine dicke Überraschung. Denn seit Herbst vergangenen Jahres gibt es in der Standortfrage einen breiten Konsens. Im Oktober hatte die Gemeindevertretung mit den Stimmen von SPD und CDU grünes Licht für Riffer gegeben. In dem 37 Mitglieder zählenden Parlament verfügt die Supermarkt-Koalition über 27 Stimmen.

Arnim Roß

Die moderne Einkaufsmöglichkeit mit bis zu 2400 Quadratmetern Verkaufsfläche soll als Ersatz für den Edeka-Markt Smit-Vollmer an der Leipziger Straße / Ecke Schulstraße dienen. Dieser ist seit Jahren zu klein, veraltet und verfügt über nicht ausreichend Parkplätze. Wie viel Geld Edeka-Hessenring für den Bauplatz zahlen wird, dazu machte Roß keine Angaben. In früheren Beratungen war von einer Summe von bis zu 2,6 Millionen Euro die Rede. Bei den Verhandlungen konnte sich die Gemeinde mit einer zentralen Forderung durchsetzen: Edeka-Hessenring wird sich an den Kosten für den Bau einer Zufahrtsstraße zwischen dem Kreisel am Festplatz und dem Riffer-Gelände beteiligen. Der im Oktober verabschiedete Forderungskatalog sieht vor, dass der Handelskonzern die Straße zur Hälfte finanziert. Die Verbindung soll verhindern, dass der Verkehr nicht ausschließlich über die Sensensteinstraße, den Sand- und den Struthweg zu dem Markt rollt.   KOMMENTAR

Von Peter Ketteritzsch

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